Sonntag, 7. September 2014

Sag mir, wo die Blumen sind.

Für unseren Beet-Club Altona stehen die Zeichen mal wieder auf Expansionskurs: Unsere Hochbeete sind bei der Neugestaltung des Suttnerparks fest eingeplant, und zwar mit neuer Raumaufteilung und doppelter Nutzfläche. Bevor es aber soweit ist, müssen die alten Beete demontiert werden, um Platz für die Bauarbeiten zu schaffen.

Und so kam es, dass wir heute einen neuen Trend erprobten – Urban Degardening („Städtisches Entgärtnern“) – und unsere seit drei Jahren liebevoll gepflegten Stauden ins sichere Exil expedierten. In mit Karton ausgekleideten Bäckerkisten werden sie die kommenden Wochen bei uns im Garten verbringen, genau wie unser Insektenhotel.

Fotos vom Gärtnern gab es an dieser Stelle schon genug. Hier also erstmals Fotos vom Entgärtnern!
> alle Fotos vom Beet-Club Altona gibt’s bei Pinterest

Ansehnliche Umzugskartons
Links im Bild: Der Weg kommt weg
Nicht jede Pflanze kam freiwillig mit
Scheckenknöterich To-go
Kreatives Chaos nach Art des Beet-Clubs Altona
Sag mir, wo die Blumen sind

Freitag, 5. September 2014

Der Beet-Club Altona zieht ins Exil.

In diesem Herbst blüht dem Bertha-von-Suttner-Park sein zweiter Frühling: Nach einer vorbildlichen Bürgerbeteiligung wird die Grünfläche zwischen Max-Brauer-Allee und Holstenplatz umgestaltet. Für unser Urban Gardening Projekt, den Beet-Club Altona, bleibt im neuen Park manches beim Alten und vieles wird besser.

Der schmale Asphaltweg, der unsere beiden Hochbeete trennt, wird entfernt. Um die dadurch entstehende große Rasenfläche besser zu nutzen, wird unser großes Hochbeet von der Christuskirche weg nach hinten versetzt. Zusätzlich werden weitere Hochbeete aufgestellt, insgesamt wollen wir unsere Nutzfläche verdoppeln.

An den letzten Dienstagen haben wir beim Gärtnern & Grillen viele neue Nachbarn kennengelernt, die sich genauso sehr auf den Suttnerpark freuen wie wir. Und es steht außer Frage, dass er anschließend mehr denn je ein Ort sein wird, an dem man sich kennenlernt, austauscht und Zeit miteinander verbringt.

Doch bevor es soweit ist, müssen unsere Hochbeete abgebaut werden. Unsere Pflanzen werden die Zeit während der Bauarbeiten im Exil verbringen, um hoffentlich Mitte Oktober unbeschadet in die neuen Beete zu ziehen. Wer spontan Lust hat, uns bei der Bergung zu helfen, ist herzlich willkommen:

Der Beet-Club Altona zieht ins Exil. Wer packt mit an?

  • Sonntag 7. September
  • los geht’s um 14 00 Uhr
  • im Suttnerpark (Holstenplatz / Ecke Suttnerstraße)
  • bei unseren Hochbeeten vor der Christuskirche
  • wir suchen dringen jede Art von Kartonage!
  • Gartengeräte und Handschuhe sind vorhanden
Der Beet-Club Altona im Juli 2012

Der Beet-Club Altona im September 2014
Die neue Wegführung ab November 2014

Dienstag, 12. August 2014

Einladung zum Nachbarschafts-Spaziergang am 17. August.

Abseits vom Urban Gardening gehen viele Mitglieder des Freundeskreises Suttnerpark eigene Wege. Der von Jupp Hartmann führt uns am Sonntag durch den Grünzug Altona. Hier Jupps Einladung zum Mitgehen.

Nachbarschafts-Spaziergang durch den Grünzug Altona.

Dieses Mal geht es beim Nachbarschafts-Spaziergang um die Parks der Umgebung, Pflanzen und Tiere, Urban-Gardening-Projekte, ökologische und stadtplanerische Überlegungen, sowie die Geschichte der Baumbesetzungen im Gähler-Park.
Warum Nachbarschafts-Spaziergänge?
Nachbarinnen und Nachbarn zeigen sich gegenseitig ihr Viertel und lernen sich dabei kennen. Wie nehmen andere die Umgebung wahr, in der wir leben. Was finden sie gut? Welche Probleme sehen sie? Was möchten sie verändern? Und was bewahren? Wir haben alle einen unterschiedlichen Blickwinkel, können uns gegenseitig auf Dinge aufmerksam machen, die wir alleine vielleicht übersehen würden. 

Wir wohnen in einem sehr bunten Viertel. Hier leben Menschen nebeneinander, die sehr unterschiedliche Lebensentwürfe und Ansichten haben. Das ist spannend. Aber dadurch besteht auch die Gefahr, dass wir gegeneinander ausgespielt werden – umso eher, je weniger wir uns gegenseitig kennen. Dabei gibt es viele Probleme, die uns alle angehen: rasant steigende Mieten, Gentrifizierung, Behördenwillkür (Gefahrengebiete), Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten… All das erfordert unsere gemeinsame Aufmerksamkeit. Nur wenn wir miteinander reden, können wir etwas bewegen.

Die Nachbarschafts-Spaziergänge sind eine Initiative des Nachbarschaftstreffens Holstenstraße. Uns gibt es seit dem Sommer 2013. Damals sahen wir uns mit den Folgen einer verfehlten Polizeistrategie konfrontiert. Jugendliche aus der Nachbarschaft, die zuvor schon über Wochen hinweg durch völlig überzogene Personalkontrollen (racial profiling) schikaniert worden waren, wurden Opfer eines brutalen Polizeieinsatzes. Die Boulevardpresse versuchte Öl ins Feuer zu gießen und phantasierte bürgerkriegsähnliche Zustände herbei. Dem wollten wir etwas entgegensetzen. Wir trafen uns regelmäßig im August Lütgens Park und berieten, wie wir die Situation deeskalieren und uns mit den Jugendlichen solidarisch zeigen könnten. Dabei lernten sich Nachbarinnen und Nachbarn mit ganz unterschiedlichen politischen und religiösen Vorstellungen kennen und schätzen. Wir erlebten, wie positiv sich eine gut vernetzte Nachbarschaft auch auf unsere eigene Haltung gegenüber unserem Viertel auswirkte. Diese Vernetzung weiter zu entwickeln ist das Ziel der Nachbarschaftsspaziergänge.

Montag, 28. Juli 2014

Dienstags beim Beet-Club Altona: Gärtnern & Grillen.

Hier wächst eine Nachbarschaft
[Update:] Unser zweites Gärtnern & Grillen war ein voller Erfolg. Zwar haben wir letzten Endes weder gegärtnert, noch gegrillt, dafür hatten wir einen gemütlichen Abend im Park. Wir, damit meine ich 17 nette Menschen – die Hälfte davon neue Nachbarn – und die Maus. Aber nächsten Dienstag legen wir noch einen drauf. Zumindest auf den Grill. Versprochen.
 
[Ursprünglicher Post:] Schluss mit Müßiggang – Ab Dienstag treffen wir uns wieder wöchentlich an unserem Hochbeet im Suttnerpark. Neben den Pflanzen wollen wir auch das Wiedersehen und das Kennenlernen begießen. Bei der Neugestaltung des Suttnerparks im Herbst werden wir expandieren und dazu brauchen wir viele neue Nachbarinnen und Nachbarn, die Lust haben, mit uns zu Gärtnern und zu Grillen!

Gärtnern & Grillen mit dem Beet-Club Altona
  • immer dienstags ab 20:00 Uhr
  • am Hochbeet im Suttnerpark
  • Gärtnern, Grillen, ins Gespräch kommen
  • Sitzgelegenheiten und Grill vorhanden
  • Schaut doch einfach mal vorbei!
Direkt aus dem Beet auf den Grill
Der Beet-Club Altona zwischen Holstenplatz und Max-Brauer-Allee

„Selbstgemachtes Raukenpesto“ oder „Die Rache der Roten Rüben“.

Rauke. Wenn man sich dieses Wort auf der Zunge zergehen lässt, klingt es eher gesund als lecker. Das mag der Grund dafür sein, dass die Rauke erst unter ihrem italienischen Namen Rucola vermehrt den Weg auf deutsche Teller fand. Die Macht des Marketings.

Beim Beet-Club Altona im Suttnerpark war die Rauke in diesem Jahr arglistig: Erst hat sie unseren Roten Rüben das Licht genommen, dann das Leben. Ein Frevel, der nicht ungesühnt blieb. Mit der kulinarischen Rache in Form von Pesto gedenken wir, unser Grillgemüse zu verfeinern.

Rezept für
Tote Rauke im Glas (Raukenpesto)
  • frische Rauke (ca. 300 g)
  • kaltgepresstes Olivenöl (einige Esslöffel)
  • Knoblauchzehen (ein bis zwei)
  • Salz und Pfeffer (nicht zu knapp)
  • Walnuss- oder Pinienkerne (eine Handvoll)
  • Parmesan (nach Geschmack)
Zuerst braucht ihr frische Rauke. Die Samen bekommt ihr z.B. dienstags beim Beet-Club Altona. Ernten könnt ihr schon vier Wochen nach Aussaat.
    1. Organisiert euch pro 300 g Rauke ein Glas mit Schraubverschluss und kocht es aus.
    2. Wascht und trocknet die Rauke. Die leckeren Blüten könnt ihr frisch essen oder mitverarbeiten.
    3. Stopft die Rauke in einen Mixbecher und bedeckt sie großzügig mit Walnuss- oder Pinienkernen, Knoblauch und Parmigiano Reggiano.
    4. Garniert die Mischung mit einer zünftigen Portion Meersalz und einer Prise Pfeffer.
    5. Zerkleinert alles mit Pürierstab oder Mixer und gebt nach und nach Olivenöl dazu.
    6. Beim Öl gilt: immer rein damit, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist!
    7. Ab ins Glas, aufs Brot, über die Nudeln, ins Grillgemüse usw. Guten Appetit!

    Montag, 2. Juni 2014

    „Gegrillte Rote Beete“ oder „Wie wir unser Rote Beete Beet aßen“.

    Die überschaubare Popularität der Roten Rübe mag – neben ihrem eigenwillig erdigen Aroma – auch ihrem unattraktiven Äußeren geschuldet sein. Dinosaurierdung gehört beim Betrachten der rotbraunen Knollen zu den schmeichelhafteren Assoziationen. Umso unverständlicher, dass uns das Filetstück dieses edelsten aller Gemüse systematisch vorenthalten wird. 

    Dem Betrachter eines Rote Beete Beetes bietet sich nach wenigen Wochen ein prächtiges Bild: Kräftige, purpurne Stiele durchziehen saftig grüne, bauschige Blätter, ein Augenschmaus, der nicht von Ungefähr an Mangold erinnert, gehören doch beide Pflanzen zu den Fuchsschwanzgewächsen. Und genau wie Mangold lassen sich Blätter und Stiele der Roten Rübe zubereiten: Gekocht, gebraten oder, bei den jungen Blättern, roh im Salat. 

    Über das Ergebnis freut sich nicht nur der Gaumen. Der Oberbau der Roten Rübe ist ihrer Knolle auch anderweitig überlegen, beispielsweise durch den sechsfachen Gehalt an Vitamin C. Wie wir unser Rote Beete Beet leer gegrillt haben, erfahrt ihr hier!

    Die Zutaten:
    • vier Rote Rüben mit Stielen und Blättern
    • eine Packung Halloumi-Käse oder eine vegane Alternative (ca. 250 g)
    • eine Handvoll Kräuterseitlinge oder Rosé Champignons
    • Gemüse nach Gusto (ca. 400 g)
    • zwei EL grünes Pesto
    • Frischkäse oder eine vegane Alternative nach Belieben
    • Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
    1. Trennt die Stiele kurz oberhalb der Knolle ab. Teilt die Stiele von den Blättern und sortiert welke oder schlappe Blätter aus.
    2. Schneidet die Stiele in etwa ein Zentimeter lange Stücke.
    3. Legt die Blätter der Länge nach nebeneinander, rafft sie mit der Hand zusammen und zerschneidet sie ebenfalls in Abständen von etwa einem Zentimeter.
    4. Würfelt das übrige Gemüse und wascht es mit den Rote Beete Blättern und -Stielen (das Foto zeigt aus ästhetischen Gründen nur die schönen Stiele).
    5. Putzt die Pilze mit einem Tuch und schneidet sie in Quadratzentimeter große Würfel. Schneidet den Halloumi in kleinere Würfel.
    6. Schält die Knollen mit einem Gemüseschäler und schneidet sie in Quadratzentimeter große Würfel. Entfernt dabei die letzten Reste der Stiele und Wurzeln.
    7. Gebt alle Zutaten in die Plastiktüte, in der ihr die Pilze abgewogen habt, dazu jeweils zwei Esslöffel Frischkäse und grünes Pesto sowie reichlich Salz und Pfeffer. Knotet die Tüte zu und knetet sie ordentlich durch, so dass sich die Marinade verteilt.
    8. Begebt euch zum nächsten Grillfest! Statt Alufolie empfehle ich eine Grillpfanne aus Edelstahl. Zum Garen müsst ihr eine halbe Stunde einplanen und gelegentlich mit dem Holzlöffel wenden. Dafür bleibt das Gemüse bissfest und schmeckt schön rauchig!

    Zum Weiterlesen auf dem Suttnerblog:
    > Der Fuchsschwanz, ein Wolf im Schafspelz

    Montag, 7. April 2014

    Beet-Club Altona 2013 – was neben dem Beet geschah.

    2013 war ein großartiges zweites Jahr für unseren Beet-Club Altona. Unterm Strich können wir guten Gewissens behaupten, dass wir mehr Zeit mit dem Grillen unseres Gemüses zugebracht haben als mit dem Anbauen. Geschmeckt hat uns beides. Als Aperitif auf die nahende Parksaison folgen Impressionen von unserem Acht-Quadratmeter-Schlaraffenland. Bald geht es wieder los!

    Wir pflanzen uns in den Park

    Urbaner Sommer am Hochbeet
    Bier und Salat (auf die lange Bank geschoben)

    Ohne Grillschaufel geht es nicht

    Der Plan, die Arbeit später zu erledigen, steht

    Sorry, Vattenfall: Dieses Kohlekraftwerk reicht uns völlig
    Tschüss Alufolie – hallo mehr Geschmack!
    Beim Begießen führen viele Wege zum Ziel

    Sonntag, 6. April 2014

    Interview: Christian und Nadine wechseln zu Naturstrom.


    Atom- und Kohlestrom entsorgen: Die Suttnerblog Ökostrom-Offensive

    Viele meiner Freunde haben sich bereits für Ökostrom entschieden, laufend werden es mehr. Was ihnen bei der Wahl des Anbieters wichtig war, welche Erfahrungen sie beim Wechsel gemacht haben und wie es sich mit Ökostrom lebt, erzählen sie hier auf dem Suttnerblog in kleinen Interviews.

    Vorname: Christian
    Alter: 34
    Beruf: Lead-Webdesigner
    Stromanbieter alt: Vattenfall
    Stromanbieter neu: Naturstrom
    Wechsel: März 2014

    Hallo Christian! Zusammen mit der Wohnung haben deine Freundin und du auch den Stromanbieter gewechselt. Wie kam es dazu?

    Christian: Ahoi Ben, wir durchleben gerade eine schöne Phase der Alternativen! Wir haben die Wahl, etwas zu verändern. Gerade bin ich auf dem Trip, alle Möbel, die wir haben möchten, selber zu bauen. Und ich sage dir, es ist ein ganz anderes Gefühl, etwas Selbstgemachtes in seiner Bude stehen zu haben, als IKEA von der Stange. Inspiriert wurde ich dabei von dem Projekt „Konstruieren statt konsumieren“ beziehungsweise „HartzIV Möbel“ von Van Bo Le-Mentzel. Alle diese Dinge führten letztlich auch zu unserer Entscheidung, auf 100 % erneuerbare Energien umzusteigen… Und es gibt noch so viele weitere, spannende Alternativen, die man wählen kann – nicht nur bei den Stromanbietern! Zum Beispiel Fair Trade Initiativen wie die „Karma Chakhs“, fair gehandelte Chakhs mit viel gutem Karma! … jetzt aber weiter mit deinen Fragen zum Stromanbieter-Wechsel!

    Von deinem neuen Hobby habe ich auch schon mitbekommen. Deinen selbstgebauten Vinyl-Plattenschrank hätte ich selbst gerne! Doch Jetzt bin ich es, der abschweift. Thema Ökostrom: Für welchen Anbieter habt ihr euch entschieden und was war euch dabei wichtig?

    Christian: Wir haben uns für Naturstrom entschieden. Natürlich guckt man bei den alternativen Anbietern auch auf den Preis und wir waren echt überrascht, dass es gar nicht viel teurer ist als bei Vattenfall und Co.

    Verglichen mit der Grundversorgung durch Vattenfall ist Naturstrom aktuell sogar etwas günstiger. Doch eine größere Rolle als der Preis spielt für die meisten die Überzeugung. Das letzte deutsche Atomkraftwerk soll 2022 abgeschaltet werden. Macht es überhaupt noch Sinn, zu Ökostrom zu wechseln?

    Christian: Na klar! Das mit dem Atomausstieg können wir doch erst glauben, wenn das letzte AKW wirklich abgeschaltet wurde. Und durch den Wechsel zu Ökostrom stützen wir den Trend „weg vom Atomstrom“.

    Ihr seid kürzlich umgezogen. Da gab es bestimmt tausend Dinge, um die ihr euch kümmern musstet. War es nicht stressig, obendrein noch den Stromversorger zu wechseln?

    Christian: Bei Naturstrom war das kein Problem. Wir haben uns einfach auf deren Website angemeldet und die haben sogar bei Vattenfall für uns gekündigt. Außerdem gab es noch ein Willkommenspaket: Jutebeutel, Aufkleber und Naturstrom Magazin.

    Du hast angedeutet, eure Stromkosten hätten sich durch den Wechsel zu Naturstrom geringfügig erhöht. Glaubst du, dass ihr dadurch mehr auf euren Verbrauch achten werdet als zuvor? 

    Christian: Auf einen niedrigen Stromverbrauch sollte man immer achten, egal woher man seinen Strom bezieht.

    Da hast du natürlich recht! Christian, vielen Dank für deine Zeit und natürlich dafür, dass ihr Vattenfall Tschüss gesagt habt. Und viel Spaß weiterhin beim Selbermachen!

    Mehr Stromwechsler auf dem Suttnerblog:

    Samstag, 5. April 2014

    Ökostrom Preisübersicht 2014.

    Gute Nachrichten für Stromwechsler: Während Vattenfall den Preis für seinen Atom- und Kohlestrom wie üblich erhöht hat, bleiben die Strompreise bei den EWS Schönau und Greenpeace Energy bis Ende 2014 konstant. Und LichtBlick hat seinen Arbeitspreis gegenüber 2013 sogar um 0,72 Cent gesenkt; für einen Zwei-Personen-Haushalt bedeutet das eine Entlastung von rund 25 Euro pro Jahr.
    Im Folgenden findet ihr einen Preisvergleich zwischen der Vattenfall Grundversorgung in Hamburg und empfehlenswerten Ökostromanbietern.


    Grundgebühr/MonatCent/kWhPreisgarantie bis
    Vattenfall (Basis)*6,10 €27,39 28,58---
    EWS6,90 €26,7531.12.2014
    Greenpeace Energy8,90 €27,6531.12.2014
    Hamburg Energie*6,00 €25,60 26,00 31.12.2015
    LichtBlick8,95 €27,48 26,7631.12.2014
    Naturstrom7,95 €25,75 26,9531.12.2014
    NaturWatt*
    VerbrauchsabhängigVerbrauchsabhängig12 Monate ab Lieferbeginn

    Wenn ihr euren Stromverbrauch nicht kennt, hier eine Orientierungshilfe:


    2.000 kWh/Jahr
    (1 Person**)
    3.500 kWh/Jahr
    (2 Personen**)
    5.000 kWh/Jahr
    (4 Personen**)
    Vattenfall (Basis)*645,00 €1.074,00 €1.502,00 €
    EWS617,80 €1.019,05 €1.420,30 €
    Greenpeace Energy659,80 €1.074,55 €1.489,30 €
    Hamburg Energie*592,00 €982,00 €1.372,00 €
    LichtBlick642,60 €1.044,00 €1.445,40 €
    Naturstrom634,40 € 1.038,65 €1.442,90 €
    NaturWatt*644,20 € 1.064,35 €1.484,50 €
    *Preisregion Hamburg
    **ungefähre Richtwerte laut de.wikipedia.org

    Was verstehe ich unter einem empfehlenswerten Anbieter von Ökostrom?
    1. Unabhängigkeit von Atom- und Kohlestromkonzernen wie Vattenfall, RWE, E.ON und EnBW
    2. Strom aus mindestens 50 % erneuerbaren Quellen und maximal 50 % Kraftwärmekopplung
    3. Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland
    Kurzportraits von EWS, Greenpeace Energy, LichtBlick und Naturstrom findet ihr hier. Mehr über NaturWatt erfahrt ihr in meinem Interview.

    Alle Angaben sind ohne Gewähr. Stand der Preisübersicht: April 2014.

    Freitag, 7. Februar 2014

    Planungsbüro für den Bertha-von-Suttner-Park.

    Meinen Optimismus hatte ich vorsorglich an der Garderobe abgegeben, bevor ich die Christuskirche Altona betrat, um an der Planungswerkstatt zur Neugestaltung des Suttnerparks teilzunehmen. Zu Unrecht: Die vom Institut für Partizipatives Gestalten moderierte Veranstaltung war ein Vergnügen. 

    Für mich als Teil des Freundeskreis Suttnerpark stand unser Beet-Club Altona im Mittelpunkt. Beim Gärtnern im Park waren neben den Pflanzen auch Fragen gewachsen, zum Beispiel nach der Bewässerung und einem Ort für Gartengeräte. Könnten solche Aspekte in die Neugestaltung einfließen? 

    Sie könnten. Jeder Wunsch fand Gehör – viele fanden Einzug in die gemeinsame Planung. Und so kam es, dass die Interessen von Freundeskreis Suttnerpark, Kirchengemeinde, Kindertagesstätte Krokophantsie, Grünzug-Initiative, alten und neuen Nachbarn und viele mehr sich prima ergänzten.  

    Hier nur einige der gemeinsamen Wünsche:
    • ein Lärmschutz entlang der Max-Brauer-Allee
    • Spielmöglichkeiten für Kinder (nicht an der Max-Brauer-Allee)
    • kommunikative Sitzgelegenheiten
    • eine verkehrsberuhigte Querung der Suttnerstraße
    • eine schlüssige Wegführung entlang der Christuskirche
    • eine optische Eingliederung des Beet-Club Altona in den Park
    Auch eine insektenfreundliche Bepflanzung und eine Gedenktafel für Bertha von Suttner waren viel geäußerte Wünsche. Und genau wie die fachkundige Moderation inspirierten mich die Ideen der anderen oft dazu, einen Schritt zurückzugehen und meine eigene Sichtweise zu überdenken.

    Die entstandenen Entwürfe dienen jetzt dem Team vom IPG als Anregung für den offiziellen Plan, der dann zwischen dem 13. und 15. Februar zusammen mit allen Interessierten weiterentwickelt wird. Ob sich die Schnittmenge aus Wünschen und Möglichem zu einem harmonischem Park zusammenfügt?

    Macht mit und findet es heraus!

    Offenes Planungsbüro für den Bertha-von-Suttner-Park:
    • durchgeführt vom Institut für Partizipatives Gestalten (IPG)
    • Donnerstag, 13.02.2014, 18:30 – 20:00 Uhr
    • Freitag, 14.02.2014, 17:00 – 19:00 Uhr 
    • Samstag, 15.02.2014, 13:00 – 15:00 Uhr
    • in der Christuskirche Altona (Suttnerstraße 18)
    Ein Dutzend Sichtweisen auf den Park
    Der gemeinsame Maßstab für die weitere Planung

    So hatte ich den Suttnerpark noch nie gesehen


    In kleinen Gruppen nahmen unsere Ideen Gestalt an 
    Waben als gestalterisches Element im „Hummel-und-Bienen-Garten“