Mittwoch, 12. Juni 2013

Die Suttnerstraße in Hamburg Altona – ein Manifest für das Urban Gardening.

Das Gärtnern auf öffentlichem Grund ist eine ehrenwerte Angelegenheit. Ansprüche an das städtische Umfeld floral formulieren. Pflanzen pflanzen, wo Gleichgültigkeit gedieh. Grüne Wünsche gestalten, statt dem grauen Staus quo zu folgen. Verantwortung übernehmen, statt sie einzufordern.

Im Mai 2012 hat der Freundeskreis Suttnerpark an der Suttnerstraße die ersten Baumscheiben in Nachbarschaftsbeete verwandelt. Müll sammelt sich in den Beeten. Wir sammeln ihn auf. Pflanzen wurden entwendet. Neue wurden gesät, es blüht bunter als zuvor. Auch der Freundeskreis wächst.

Im März 2013 haben weitere Nachbarn Baumscheiben bepflanzt. Von kleinen Holzzäunen flankiert trotzen ihre Blumen dem Vandalismus. Im Juni kamen noch mehr Beete hinzu. Am ersten Tag wurden sie von einem Fahrrad überfahren. Der Wille, die eigene Stadt zu gestalten, bleibt unantastbar.

Es ist schön, wie die Menschen öffentliche Räume einnehmen. Mittlerweile manifestieren sich vielfältige Wünsche nach selbstbestimmter Stadtbegrünung beginnend beim Hochbeet des Beet-Club Altona im Bertha-von-Suttner-Park entlang der Suttnerstraße bis zur Max-Brauer-Allee. Pars pro toto.

Wem gehören die Baumscheiben? Wem gehört der Park? Wem gehört die ganze Stadt? Uns! Nehmen wir uns unsere Freiräume! Und übernehmen wir die Verantwortung, die damit einhergeht!


Baujahr 2012: begrünter Bürgersteig à la Freundeskreis Suttnerpark
Juni 2013: Der neueste Zuwachs an der Suttnerstraße
Juni 2013: Zwei Stunden später zeigten diese Blumen leider (Fahrrad-)Profil
Mai 2013: Andere Nachbarn, andere Beete – Vielfalt gewinnt

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen