Mittwoch, 18. September 2013

Endlich: Der Beet-Club Altona hat einen Plan.

Ab sofort könnt ihr den Beet-Club Altona in die Tasche stecken
Was treiben eigentlich junge Menschen während eines Freiwilligen Ökologischen Jahres? Sie erstellen zum Beispiel eine „Urban Gardening Map Hamburg 2013“. Dieser praktische Plan dokumentiert nicht nur die Standorte, sondern auch die Hintergründe zehn öffentlicher Hamburger Gartenprojekte. Wir freuen uns über die Aufnahme des Beet-Club Altona, den wir 2012 der Vattenfall-Trasse in den Weg gepflanzt haben.

Die Redaktion hat uns freundlicherweise einige Exemplare überlassen, die wir alsbald unters Volk bringen werden!

Dienstag, 17. September 2013

Am 22. September: Eure Stimme gegen Vattenfall.



Parallel zur Bundestagswahl findet in Hamburg am 22. September der Volksentscheid zum Rückkauf der Energienetze statt. Dass sich die Rekommunalisierung rechnet, weiß man sogar beim Vattenfall-nahen Hamburger Abendblatt. Dass ich Vattenfall abwählen werde, hat weitere Gründe. Egal, für welchen Stromversorger ich mich entscheide – ein Teil meines Geldes geht an den Netzbetreiber Vattenfall. Warum ich das nicht will?

Kohlestrom für die Niederlande. Und Schadstoffe für Hamburg.
Ab 2014 soll das überdimensionierte Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg jedes Jahr 8,5 Millionen Tonnen CO2 emittieren – doppelt so viel wie der gesamte Hamburger Pkw-Verkehr. Den Großteil des dabei erzeugten Stroms könnte Vattenfall wegen mangelnden Bedarfs in die Niederlande exportieren müssen. Die Schadstoffe werden hier bleiben.

Vattenfall will die Elbe verheizen. Und heizt uns deswegen ein.
Dem schwedischen Staatskonzern waren die zum Schutz unserer Elbe nötigen Baumaßnahmen am Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg zu teuer. Darum hat er die Bundesrepublik Deutschland, also uns alle, vor einem internationalen Schiedsgericht auf über 1,4 Milliarden Euro verklagt. Mittlerweile haben sich Vattenfall und Senat geeinigt – hinter verschlossenen Türen.

Vattenfall verklagt uns wegen des Atomausstiegs auf 3,5 Milliarden Euro.
Auch unseren gesellschaftlichen und politischen Konsens zum Atomausstieg will uns Vattenfall nicht gönnen – und hat die Bundesrepublik Deutschland, also jeden von uns, zum zweiten Mal verklagt. Und zwar auf 3,5 Milliarden Euro Schadensersatz. Wirtschaftliche Interessen wider das Gemeinwohl.

Vattenfall kauft Kohle aus Kolumbien. Und zahlt mit Menschenleben.
Die Kohle, die in Hamburg-Moorburg verbrannt werden wird, stammt aus Kolumbien. Dort nimmt Vattenfall schwerste Menschenrechtsverletzungen in Kauf. Laut Amnesty Internatinal wurden in Kolumbien mindestens 2.000 Gewerkschafter ermordet. Die Zerstörung großer Regenwaldgebiete macht den Einsatz von Steinkohle noch umweltschädlicher. 2011 stammte 39 % des Stroms von Vattenfall aus Kohlekraftwerken.

Vattenfall – ein guter Partner für Hamburg?
Überhöhte Preise für Strom und Fernwärme, Zwangsumsiedlungen in der Lausitz, ... – die Liste ließe sich endlos fortführen. Vattenfall ist vieles, aber ganz sicher kein Guter Partner für Hamburg. Am 22. September können wir diese Partnerschaft beenden. Geht wählen!

> Mehr Informationen auf der Website von Unser Hamburg – Unser Netz

Dienstag, 6. August 2013

Eine Empfehlung des Hauses: sommerliche Chilivanillerouladen an Süßkartoffeln.

Schon zweieinhalb Jahre fröne ich dem Vegetarismus und werde seiner nicht müde: Wo ich Entbehrung wähnte, entdecke ich laufend Neues. Zum Beispiel selbst gemachten Seitan. Der lässt sich nicht nur kinderleicht herstellen, man kann damit auch allerlei anstellen. Mein letztes Experiment könnt ihr auf der Rezepte-Seite vom Vanille-Shop nachlesen:

> Chilivanillerouladen an Süßkartoffeln „Suttnerblog Art“ 

Vanille und Chili in heißer Liaison
Nicht im Bild: der Chefkoch
Beim Vanille-Shop werden die Schoten dicht geholt

Donnerstag, 18. Juli 2013

Der Beet-Club Altona auf Wachstumskurs.

Obwohl wir die Anbaufläche für Nutzpflanzen in diesem Jahr erhöht haben, quillt unser Gabionen-Hochbeet im Suttnerpark mal wieder aus allen Nähten. Das Angebot unseres Hochbeet-Händlers, den Prototypen eines vormontierten runden Beetes zu testen, kam da gerade recht. Seit zweieinhalb Wochen steht die hoffentlich ertragreiche Enklave vis-à-vis zu unserem Hauptbeet. Rote Rüben, Spinat, Kartoffeln und Rucola sind gut angekommen. Und auch bei uns kommt die Konstruktion super an! So sieht’s aus:

1. Den Briefkasten checken! Gabiona liefert vormontiert auf Europalette

2. Das Auspacken abwickeln. Ist denn schon Weihnachten?

3. Den Rasen in Form bringen. Kreisrund, damit das Hochbeet nicht aneckt

4. Einsatz zeigen! Schon zu diesem Zeitpunkt war die Aktion ein Volltreffer

5. Das Hochbeet versenken! Tiefergelegt sieht einfach besser aus

6. Reinlegen! Erste Schicht: die zuvor ausgestochenen Grassoden 

7. Müll entsorgen! Zweite Schicht: Gartenabfälle geben beim Verrotten Wärme ab

8. Die Dinge ins Rollen bringen! Dritte Schicht: Erde aus der Baugrube von Vattenfall

9. Eine Schippe drauflegen! Vierte Schicht: Kompost von der Christuskirche Altona


9 ½. Pause ...

... 9 ¾. Pause (mit etwas Abstand betrachtet)

10. Schluss machen! Garnitur: eine dicke Schicht Mutterboden

11. Besonnen handeln! Simulation der Bepflanzung anhand naturgetreuer Modelle

12. Pflanzen pflanzen! Erstbezug durch Exilanten aus unserem großen Hochbeet

Freitag, 14. Juni 2013

Höchste Holunderblütensirupzeit!

Am süßesten schmecken bekanntlich die verbotenen Früchte. Zum Beispiel die aus dem Suttnerpark. Eine kulinarische Beweisführung in sechs Akten.

Eure Requisiten:
  • 20 – 30 Holunderdolden
  • 1 Kilo Zucker
  • 2 Zitronen
  • Glasflaschen für 1 Liter (Schraubverschluss oder Bügel)
  • Sieb und Küchentuch zum Seihen
  • Kochtopf
Vorhang auf!

1. Sobald die weißen Holunderblüten sich öffnen, kann es losgehen: Eilt an einem sonnigen Tag in den nächstgelegenen Park und schneidet 20 bis 30 trockene Dolden ab. Holundersträucher zum Plündern in eurer Umgebung findet ihr auf der Karte von Mundraub.

2. Auf Euphorie folgt Enttäuschung: Obwohl die Dolden ganze Armeen von Kleingetier beherbergen, solltet ihr sie nicht waschen, denn sonst geht der aromatische Blütenstaub baden. Um trotzdem halbwegs vegetarischen Sirup zu kochen, könnt ihr die Blüten knapp vor dem Stil abschneiden, um ihren Bewohnern den geordneten Rückzug zu erleichtern.

3. Derweil die Exilanten das Weite suchen, säubert emsig die Zitronen, schneidet sie in dünne Scheiben und gebt sie in den Topf. Kippt anschließend beherzt das Kilo Zucker dazu, gießt einen Liter heißes Wasser darüber und lasst die Mischung etwas abkühlen.

4. Gebt die Holunderblüten zu dem Zuckerzitronenwasser in den Topf, packt den Deckel drauf und lasst die Mischung ein bis zwei Tage ungeniert rumstehen. Danach seiht die Flüssigkeit durch das mit dem sauberen Küchentuch ausgeschlagene Sieb. Le voilà – Holunderblütensirup!

5. Jetzt sucht euch ausreichend viele Glasflaschen mit Drehverschluss oder schmucke Bügelfaschen. Merke: Mit kleineren Flaschen könnt ihr euch euren Sirup besser einteilen. Kocht sie nur in jedem Fall gründlich aus. Reinlichkeit schafft Haltbarkeit.

6. Nun füllt die Flaschen bis zum Anschlag mit dem Sirup und schließt sie sorgfältig. Ich habe ihn vorher ganz kurz aufgekocht und heiß abgefüllt. Ungeöffnet soll der Holunderblütensirup rund sechs Monate halten, geöffnet etwa einen Monat. Ein Schuss davon macht macht sogar Kostverächter wie mich zu Sektschlemmern, schmeckt aber natürlich auch ausgezeichnet mit Wasser oder als Schorle. Prost!

Mehr Spaß mit Holunder auf dem Suttnerblog:
> Mundraub im Suttnerpark


Selbstbedienung im Suttnerpark: Holunderblüten


Ein Blütenmeer geht baden

Holunderblütenzuckerzitronenwasser

So sollte man seinen Sirup nicht seihen

Das Auge trinkt mit: stylische 0,5 l Bügelflasche in Weißglas

Mittwoch, 12. Juni 2013

Die Suttnerstraße in Hamburg Altona – ein Manifest für das Urban Gardening.

Das Gärtnern auf öffentlichem Grund ist eine ehrenwerte Angelegenheit. Ansprüche an das städtische Umfeld floral formulieren. Pflanzen pflanzen, wo Gleichgültigkeit gedieh. Grüne Wünsche gestalten, statt dem grauen Staus quo zu folgen. Verantwortung übernehmen, statt sie einzufordern.

Im Mai 2012 hat der Freundeskreis Suttnerpark an der Suttnerstraße die ersten Baumscheiben in Nachbarschaftsbeete verwandelt. Müll sammelt sich in den Beeten. Wir sammeln ihn auf. Pflanzen wurden entwendet. Neue wurden gesät, es blüht bunter als zuvor. Auch der Freundeskreis wächst.

Im März 2013 haben weitere Nachbarn Baumscheiben bepflanzt. Von kleinen Holzzäunen flankiert trotzen ihre Blumen dem Vandalismus. Im Juni kamen noch mehr Beete hinzu. Am ersten Tag wurden sie von einem Fahrrad überfahren. Der Wille, die eigene Stadt zu gestalten, bleibt unantastbar.

Es ist schön, wie die Menschen öffentliche Räume einnehmen. Mittlerweile manifestieren sich vielfältige Wünsche nach selbstbestimmter Stadtbegrünung beginnend beim Hochbeet des Beet-Club Altona im Bertha-von-Suttner-Park entlang der Suttnerstraße bis zur Max-Brauer-Allee. Pars pro toto.

Wem gehören die Baumscheiben? Wem gehört der Park? Wem gehört die ganze Stadt? Uns! Nehmen wir uns unsere Freiräume! Und übernehmen wir die Verantwortung, die damit einhergeht!


Baujahr 2012: begrünter Bürgersteig à la Freundeskreis Suttnerpark
Juni 2013: Der neueste Zuwachs an der Suttnerstraße
Juni 2013: Zwei Stunden später zeigten diese Blumen leider (Fahrrad-)Profil
Mai 2013: Andere Nachbarn, andere Beete – Vielfalt gewinnt

Sonntag, 19. Mai 2013

Beet-Club Altona – Bericht vom Beet.

Mit blauen Gartengeräten, gefährlichem Halbwissen, erschreckender Spontaneität und gemischten Kaltgetränken sind wir am Dienstag erfolgreich in die Parksaison gestartet. Bereits nach einem halben Schluck Bier schlossen wir den tollkühnen Plan, die oberen Etagen unseres Hochbeetes von Stauden zu räumen, um den Raum für Nutzpflanzen zu nutzen.

Nun tummeln sich dort Erdbeeren, Radieschen, Rote Rüben, verschiedene Kräuter, Kartoffeln und Rucola, ein Geschenk vom Gartendeck St. Pauli. Im kleinen Nachbarbeet – letztes Jahr Schauplatz tausendfachen Tomatentods – recken sich die ersten Stangenbohnen aus der Erde. Wenn wir denen kein adäquates Rankgerüst errichten, droht erneutes Ungemach.

Ihr seht, beim Beet-Club Altona gibt es immer genug zu tun. Erdallergie, Pflanzenphobie, drei linke Hände? Alles kein Problem. Wer mit Rat, Tat oder einfach nur mit wohlwollender Präsenz zu uns stoßen möchte, ist herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf euren Besuch – immer dienstags ab 20:00 Uhr am Hochbeet in der Suttnerstraße / Ecke Holstenstraße!

> zur Wegbeschreibung bei niriu.com

Zweierlei Erdbeeren

Ein Grund zum Rotwerden
Rote Beete Beet
Stangenbohne im Halbschlaf
Ein Schmaus für Auge und Biene: Vergissmeinnicht

Montag, 6. Mai 2013

Der Beet-Club Altona startet in die Parksaison.

Vierhundert Liter Blumenerde und ein Dutzend nagelneue Gartengeräte warteten auf ihren Einsatz. Vorgezogene Radieschen und Rote Rüben hatten eine erquickliche Größe erreicht. Am Samstag gab es dann kein Halten mehr: Eine Delegation des Beet-Club Altona stürmte ungestüm gen Hochbeet im Suttnerpark!

Gießen, Umgraben, Auffüllen, Einpflanzen, Ausgraben, Aussähen, Kreatives Chaos. Am Ende hatte jede Pflanze an mindestens drei Stellen im Beet ihre temporäre Heimat gefunden. Dem Spaß am Gärtnern war das kaum weniger abträglich als dem ansehnlichen Ergebnis. Doch es gibt noch viel mehr zu tun. Packen wir’s an?

Treff am Beet mit dem Beet-Club Altona:
  • Gärtnern, Grillen, ins Gespräch kommen
  • ab dem 14. Mai 2013
  • immer dienstags ab 20:00 Uhr 
  • beim Hochbeet im Bertha-von-Suttner-Park
  • Suttnerstraße / Ecke Holstenplatz
  • ca. 3 Minuten Fußweg von der S-Bahn Holstenstraße
Reisegruppe Suttnerpark

Reif fürs Gemüse

Zurück zu den Wurzeln

Abbildung ähnlich

Zwischennutzung

Dienstag, 19. März 2013

Interview: Ruth und Timo wechseln zu Naturstrom.


Hamburg räumt auf: Die Suttnerblog Ökostrom-Offensive

Viele meiner Freunde haben sich bereits für Ökostrom entschieden, laufend werden es mehr. Was ihnen bei der Wahl des Anbieters wichtig war, welche Erfahrungen sie beim Wechsel gemacht haben und wie es sich mit Ökostrom lebt, erzählen sie hier auf dem Suttnerblog in kleinen Interviews.

Vorname: Ruth / Timo
Alter: 29 / 30
Beruf: Marketing / Werbung
Stromanbieter alt: Energy2day
Stromanbieter neu: Naturstrom
Wechsel: Januar 2013 

Hallo ihr beiden! Seit ihr in Hamburg wohnt, bezieht ihr Ökostrom bis Ende 2012 von Energy2day. Nun habt ihr zu Naturstrom gewechselt. Was war der Grund dafür? 

(Timo:) Nach unserem Umzug in den Norden war es uns wichtig, einen Stromanbieter zu wählen, der Ökostrom liefert. Dabei waren wir uns der Komplexität des Themas nicht bewusst.

(Ruth:) Wir hatten uns für Energy2day entschieden, da es dort einen 100 % Ökostrom-Tarif gab, der zudem kostengünstig war. Leider bietet Energy2day auch Tarife an, die Energie aus Atomkraft liefern. Zudem findet keine Förderung regenerativer Energien statt. Hier gibt es massive Unterschiede zwischen den Anbietern. Das war uns damals nicht bewusst. Und mittlerweile mussten wir feststellen, dass Energy2day nicht unseren Vorstellungen von einem seriösen Ökostromversorger entspricht. 

Dass Ökostrom nicht gleich Ökostrom ist, macht die Wahl des Stromanbieters nicht gerade leichter. Was sollten Interessenten eurer Meinung nach beachten? 

(Ruth:) Interessenten sollten darauf achten, dass der Stromanbieter ausschließlich Ökostrom anbietet, unabhängig von Atom- und Kohlestromkonzernen ist und in den Ausbau von regenerativen Energien investiert. Bei Naturstrom fließt beispielsweise für jede Kilowattstunde, die wir bezahlen, ein Cent in neue Erzeugungsanlagen in Deutschland. Außerdem rate ich von Tarifen mit sogenannten Bonuszahlungen ab. Die wirken vermeintlich günstiger, sind aber oft mit längerer Vertragsbindung verbunden, dabei ist eine Preisgarantie meist nur für kurze Zeit gegeben. 

Während ihr bei Naturstrom jederzeit kündigen könnt, betrug eure Vertragsbindung bei Energy2day stolze zwei Jahre. Wie habt ihr es geschafft, vor Ende der Mindestlaufzeit zu Naturstrom zu wechseln? 

(Ruth:) Da Energy2day zum Jahreswechsel 2012/2013 die Preise erhöht hatte, konnten wir von unserem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Ich empfehle jedem, die AGB von seinem Anbieter aufmerksam zu lesen. Meist findet man einen Weg, um doch schneller aus dem Vertrag rauszukommen. 

Normalerweise ist der Wechsel kinderleicht: Es genügt, sich beim Stromversorger seiner Wahl anzumelden. Die Kündigung des alten Vertrags übernimmt der neue Anbieter. Was gilt es zu beachten, wenn man von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch macht, wird der Wechsel dadurch sehr aufwendig? 

(Ruth:) Nein überhaupt nicht. Da ich mir nicht sicher war, ob eine Anmeldung beim neuen Anbieter ausreicht, habe ich zusätzlich eine kurze formlose Kündigung an Energy2day geschrieben mit Bezug auf mein Sonderkündigungsrecht. Der Wechsel hat problemlos funktioniert. 

Strom ist nichts, mit dem man sich tagtäglich auseinandersetzt. Hat sich bei euch durch den Wechsel etwas verändert, achtet ihr beispielsweise bewusster auf euren Energieverbrauch oder interessiert euch stärker für Energiepolitik? 

(Timo:) Wir haben in der Wohnung ein Smarthome-System von RWE installiert, mit dessen Hilfe wir den Betrieb von Heizkörpern und Elektrogeräten an einen Zeitplan koppeln können. So schalten sich viele Geräte, die sonst im Standby-Betrieb unnötig Strom verbrauchen, zu bestimmten Uhrzeiten automatisch ein und aus. Heizkörper müssen nicht die ganze Nacht hindurch heizen, um einen Raum morgens schön warm zu machen. Zeitlich gesteuert fangen einzelne Heizkörper zwei Stunden vor dem Aufstehen an, einen Raum zu heizen, und fahren wieder runter, nachdem wir die Wohnung verlassen haben. Generell achten wir auf unseren Energieverbrauch und sind damit in den letzten Jahren sehr gut gefahren. Eine Nachzahlung war schon lange nicht mehr im Briefkasten. 

Besonders spannend finde ich, dass sich solche Systeme übers Smartphone steuern lassen. Wenn du zum Beispiel nach der Arbeit entscheidest, noch etwas trinken zu gehen, kannst du deine Heizung zuhause von unterwegs runterdrehen. Natürlich gibt es auch Smarthome-Systeme von Anbietern, die Mensch und Umwelt weniger schaden als RWE, beispielsweise das Smart Home von ENTEGA.

Wo wir gerade beim Thema Trends sind... Timo, du arbeitest als Social Media Experte. Wie beurteilst du das Social Media Engagement von Naturstrom, gefällt es dir? 

(Timo:) Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir Naturstrom in Social Media bis dato nicht wissentlich begegnet ist. Der gesamte Sektor Energie wird von den großen Anbietern dominiert, die es sich leisten können, die notwendigen Budgets für kommunikative Tätigkeiten aufzuwenden. Insofern besteht beim Thema Naturstrom in Social Media meiner Meinung nach noch ein großes Potenzial für Verbesserungen. 

Immerhin betreibt Naturstrom eine Facebook-Seite mit etwas über 8.000 Fans. Wenn du als Kunde und Social Media Experte nichts davon wusstest, besteht da wohl wirklich noch Nachholbedarf beim Marketing. Wie dem auch sei – Ruth, Timo – vielen Dank, dass ihr eure Erfahrungen mit anderen teilt und Gratulation zum Wechsel!

Mehr Stromwechsler auf dem Suttnerblog:
Wenn auch ihr euch für Ökostrom interessiert, findet ihr auf dem Suttnerblog einen Preisvergleich empfehlenswerter Ökostromanbieter.

Mittwoch, 13. März 2013

Der Fuchsschwanz, ein Wolf im Schafspelz.

Wer mich ob meiner stadtgärtnerischen Ambitionen mit Fragen zu Floralem behelligt, wird enttäuscht: Mein diesbezügliches Wissen ist oberflächlicher als ein Quadratmeter Rollrasen. Beim Gärtnern Neues zu entdecken, ist mir nichts Neues. Aber gelegentlich weiß Mutter Natur mich mit Erkenntnis regelrecht zu überrumpeln.

Was mir botanischem Ignoranten als namenlose Zierde unserer Wildblumenwiese gegolten hatte, entpuppte sich als eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit, seit Jahrtausenden kultiviert in den Anden und Mittelamerika. Und auch ich hatte sie mir, wenngleich unwissentlich, bereits reingeschaufelt.

Oft adelten die gepoppten Samen des Fuchsschwanzes unter dem Namen Amaranth meine Cerealien mit leichtem Nussgeschmack. Außerdem dienen sie als glutenfreies Pseudogetreide und wertvoller Proteinlieferant für Babynahrung. Der Geschmack der Blätter soll dem des verwandten Mangolds ähneln.

Bei Wikipedia erklingt das Loblied auf den Fuchsschwanz noch viele weitere Strophen; Summa summarum scheint er mir die nützlichste Pflanze überhaupt zu sein. Sogar seine Blütenstände, ihres Zeichens wahre Bienenmagneten, lassen sich kochen und genießen. Ich hielt ihn für eine hübsche Blume.

Wenn eine Pflanze keinen Nutzen hat, bedeutet das meist: Wir kennen ihn nur noch nicht.

Übrigens: Die Erkenntnis, dass in unserem Hochbeet ein Fuchsschwanz blühte, reifte Dank unserer Fotogalerie auf Pinterest, wo mich eine nette Nutzerin in den Kommentaren über den Namen der Pflanze aufklärte.

Bier und Babynahrung, Brot und Bratlinge, Salat und Gemüse

Das Auge isst mit: Gartenfuchsschwanz beim Beet-Club Altona im Suttnerpark (2012)

Montag, 11. März 2013

Frühjahrsputz im Suttnerpark.

[update:] Aufgrund andauernden Winters fällt das u.g. Angärtnern aus.

Am kommenden Samstag wagen wir uns in den Bertha-von-Suttner-Park, um den Status quo unseres Hochbeets zu begutachten und selbiges ein wenig zu entrümpeln. Wer Lust hat, mit uns Eisblumen zu pflücken, ist herzlich eingeladen:
  • Angärtnern mit dem Beet-Club Altona
  • Samstag, 16.03.2013 
  • ab 15:00 Uhr
  • beim Hochbeet im Suttnerpark
  • Gartengeräte vorhanden
  • Interessierte willkommen!
Bei Schneesturm fällt der Termin aus. Aktuelle Informationen findet ihr auf der Suttnerblog Facebook Page

Der Frühling treibt seltsame Blüten
Von der S-Bahn Holstenstraße erreicht ihr unser Hochbeet in drei Minuten

Dienstag, 19. Februar 2013

Interview: Babak wechselt zu Hamburg Energie.


Hamburg beweist Geschmack: Die Suttnerblog Ökostrom-Offensive

Viele meiner Freunde haben sich bereits für Ökostrom entschieden, laufend werden es mehr. Was ihnen bei der Wahl des Anbieters wichtig war, welche Erfahrungen sie beim Wechsel gemacht haben und wie es sich mit Ökostrom lebt, erzählen sie hier auf dem Suttnerblog in kleinen Interviews. 

Vorname: Babak
Alter: 30
Beruf: Entrepreneur
Stromanbieter alt: lekker Strom
Stromanbieter neu: Hamburg Energie
Wechsel: Januar 2013

Hallo Babak. Bis vor kurzem warst du Kunde bei lekker Strom, nun hast du mit Hamburg Energie zu einem reinen Ökostromanbieter gewechselt. Warum?

(Babak:) Weil es solche grünen Evangelisten gibt wie dich! Ich habe das Thema grüne Energie nie wirklich wahrgenommen, obwohl in meinem Bekanntenkreis viel darüber geredet wurde, auch im Zusammenhang mit der Vattenfall-Moorburgtrasse. Du hast immer nachgehakt – ich habe den Wechsel immer verschoben. Das ging fast zwei Jahre so, denke ich... Im November 2012 kam dann ein Brief von lekker Strom mit den Infos zu einer weiteren Tariferhöhung. Da dachte ich mir: Jetzt ist es aber höchste Zeit! Zumindest wollte ich gucken, was mich der Wechsel zu kompromisslosem Ökostrom konkret kostet.

Das ist verständlich, denn vermutlich steckst du jeden Cent, den du übrig hast, in euer Startup. Was ist dir die konsequente Ablehnung von Atom- und Kohlestrom wert, wie hoch sind deine Mehrkosten?

(Babak:) Durch die Preiserhöhungen, die viele Stromanbieter betreffen, sind einige grüne Lieferanten nun günstig. Ich habe mich für einen regionalen Anbieter entschieden: Hamburg Energie. Das ist sogar günstiger als lekker Strom. Also Green und Cheap!

Dass du den Wechsel so lange vor dir hergeschoben hast, liegt auch daran, dass du als Mitgründer von niriu.com keine Wochenenden kennst. Hand aufs Herz, wie lange dauert der Wechsel zu Ökostrom?

(Babak:) Zuerst habe ich mir eine halbe Stunde Zeit genommen, um meine Rechnungen mit anderen Angeboten online zu vergleichen. Dann brauchte ich eine Viertelstunde, um mich bei Hamburg Energie anzumelden. Das ging also richtig schnell!

Das Internet ist fester Bestandteil deines Alltags, allein schon wegen eures Startups, der Nachbarschaftsplattform niriu. Wie schätzt du die Website von Hamburg Energie ein, was könnte man verbessern?

(Babak:) Ich fand ihre Website sehr klar und einfach zu bedienen. Während meiner Recherche bin ich auch auf Webseiten von anderen Lieferanten gestoßen mit viel zu vielen Informationen. Viele Leute haben wenig Zeit und Interesse, sich lange Texte durchzulesen. Ich fand es außerdem top, dass sie die Kündigung bei meinem alten Stromversorger für mich übernehmen. Und meine Bedenken, dass ich in der Übergangsphase ohne Strom dastehe, waren zum Glück unbegründet.

Dass der neue Stromversorger sich um alle Formalitäten kümmert, ist sogar Standard. Und da eine lückenlose Stromversorgung in Deutschland gesetzlich garantiert ist, birgt der Übergang von einem Versorger zum nächsten keinerlei Risiko. Babak, ich freue mich, dass es jetzt geklappt hat mit dem Wechsel. Und vielen Dank für deine Zeit! 

Mehr Stromwechsler auf dem Suttnerblog: