Samstag, 23. Juni 2012

Greenisfaction. Wie ich die Bombe lieben lernte.

Seit kurzem gehe ich noch lieber ins Büro als ohnehin schon. Denn in der Tristesse meines Arbeitsweges habe ich einige Seedbombs drapiert, Kugeln aus Erde, Lehm und Blumensamen. Nun schaue ich Tag für Tag, ob sie schon gedeihen. Und während der Rest der Menschheit Pappbecher mit überteuertem Kaffee durch die Gegend schleppt, sieht man mich immer öfter mit einer Wasserflasche zum Gießen gen S-Bahn flanieren.

Ermöglicht wurde mir dieser florale Ungehorsam von Greenisfaction, dem aufstrebenden Online-Versand für Guerilla Gardening. Auf dem Gartendeck Sankt Pauli hat mich Geschäftsführerin Sarah Volk nicht nur mit Samenkugeln versorgt, ich habe auch zusehen dürfen, wie selbige gerollt und getrocknet wurden. Normalerweise geschieht das in einer Behindertenwerkstatt, was die kleinen Kugeln noch großartiger macht.

Die Seedbombs von Greenisfaction werden den vielfältigen Erfordernissen paramilitärischer Stadtbegrünung gerecht. Ich habe mich für die Variante „Bienenstaatsbankett“ entschieden, die ihrem wundervollen Namen mit einer Füllung aus bis zu 40 insektenfreundlichen Arten alle Ehre macht. Und da viele Stadtgärtner als Nutzpflanzen nur solche betrachten, die ihnen selbst nutzen, gibt es die Seebdombs auch als Gemüsemunition.

Der Sommer hat noch nicht einmal angefangen! Höchste Zeit, aufzurüsten:

Guerilla Gardening ist Handarbeit

Erdgeschoss
Fluggemüse
Greenisfaction Geschäftsführerin Sarah Volk und ihr großer Wurf

1 Kommentar:

  1. Ich persönlich fand die kriegerischen Konotationen bei dieser Aktion ja schon immer daneben. Aber wenns hilft, mecker ich auch nicht :-)

    LG
    Blumenmeer

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