Freitag, 27. April 2012

Urban Gardening für alle – ab Mai in Altona-Altstadt.

[update:] Das Hochbeet steht! Hier findet ihr Bilder vom Beet-Club Altona 

Nach langen Querelen drohte der Bertha-von-Suttner-Park 2011 endgültig, der Zerstörung durch Vattenfall anheimzufallen, ein Schicksal, dem die erweiterte Nachbarschaft mit dem Motto „Blumen statt Baustelle“ und sporadischen Pflanzaktionen begegnete. Nun ist der Park vorerst gerettet – und aus dem gärtnerischen Aufbegehren wird ein Urban Gardening Projekt.

Vier Monate lang hieß es für den Freundeskreis Suttnerpark: Meinungen diskutieren, mit dem Bezirksamt korrespondieren, Beetbau studieren, Geld akquirieren. Ab Mitte Mai heißt es für alle: endlich gärtnern. Denn in Absprache mit der Abteilung Stadtgrün und gefördert durch den Verfügungsfonds für Altona-Altstadt errichten wir mit euch ein Beet!

Der Suttnerpark liegt zwischen S-Bahn Holstenstraße und Max-Brauer-Alle
Ein Nachbarschaftsbeet nahe der S-Bahn Holstenstraße.
Aufgrund des Neubauprojektes Wohnen am Suttnerpark wird Letzterer die nächsten zwei Jahre unbewohnbar sein. Daher wurde uns von der Abteilung Stadtgrün die an den Park grenzende Rasenfläche vor der Christuskirche Altona zugewiesen. Im Scheitern sehen wir eine Chance – immerhin wird hier auch nach Errichtung des fünfstöckigen Neubaus noch die Sonne scheinen.

Dass über dem Gärtnern auf öffentlichem Raum stets das Damoklesschwert mutwilliger Zerstörung hängt, stank uns bereits 2011. Weitaus übler riecht jedoch eine Unannehmlichkeit, die ich im Weiteren scherzhaft als „Kotaminierung“ bezeichnen werde. Beiden Herausforderungen treten wir mit einer speziellen Form des Hochbeetes zuversichtlich entgegen.
Auf der Rasenfläche vor der Christuskirche bauen wir ein Nachbarschaftsbeet
Gärtnern mit Amateuren – aber auf hohem Niveau.
Die Basis des Beetes werden Gabionen bilden, stabile Drahtkörbe, die wir mit Kokosmatten verkleiden und mit Kompost füllen. Je über 100 Kilo schwer bieten sie Randalierern leicht Paroli. Ihre Höhe von 50 Zentimetern senkt das Risiko der Kotaminierung. Und im Falle einer Umgestaltung des Parks lassen sie sich mit geeigneten Gerätschaften voll bepflanzt transportieren.

Bei Aufbau, Aussaat, Bepflanzung und Pflege darf und soll sich jeder, der Lust hat, beteiligen. Denn Ziel des Nachbarschaftsbeetes ist, dass die Menschen im Viertel sich besser kennenlernen, den Suttnerpark als Ort des kreativen Miteinanders etablieren und gemeinsam Verantwortung dafür übernehmen. Also worauf wartet ihr noch? Kommt in den Freundeskreis Suttnerpark!

8. Mai: lockeres Kennenlernen mit dem Freundeskreis Suttnerpark
  • Dienstag, 08.02.2012
  • ab 20:00 Uhr
  • an der Feuertonne
  • bei der Tischtennisplatte im Suttnerpark (falls sie dann noch steht)
  • wir planen den Beetbau und manche trinken ein Bier
12. Mai: Gemeinsam mit euch bauen wir ein Hochbeet und grillen
  • Samstag, 12.05.2012
  • Suttnerstraße (Ecke Holstenplatz)
  • ab 10:00 Uhr wird gebaut und gegärtnert, später gegrillt
  • bringt gerne Saatgut und Pflanzen für das Hochbeet mit
  • Gartenhandschuhe und kleine Schaufeln nicht vergessen
  • Grills und Sitzgelegenheiten vorhanden, für Grillgut sorgt jeder selbst
  • vis–a–vis feiert die Christuskirche ihr jährliches Hoffest mit Hüpfburg
Als Einstimmung einige Erinnerungen an die Parksaison 2011:
Nachbarschaftstreff Nr. 2 mit Kaffee und Kuchen im Juni mehr...
Im Juli pflanzten wir erstmals „Blumen statt Baustelle!“ mehr...
Das zweite große Parkfest im September, bevor der große Regen kam mehr...

Kommentare:

  1. Klingt gut!
    Gibt es das immer noch?

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  2. Hi, leider befinden wir uns noch im Winterschlaf. Aber schau doch gelegentlich auf unserer Facebook-Seite vorbei. Dann erfährst du, wenn es wieder losgeht!
    https://www.facebook.com/Suttnerblog

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