Mittwoch, 1. Februar 2012

Hamburger Abendblatt frisst Vattenfall aus der Hand.

Energiewende macht Strom 30 Prozent teurer!“ schrie mir Vattenfall-Boss Tuomo Hatakka an einem trüben Oktobermorgen in mein verschlafenes Antlitz. Fast hätte ich vor Schreck die  Brötchentüte fallengelassen. Hatakka kredenzte mir die Ausrede für seine dreiste Preispolitik auf der Titelseite des Hamburger Abendblattes!

Mit derart undifferenzierter Vattenfall Werbung disqualifiziert sich das Abendblatt gerne. Regelmäßig entblößt der Deckmantel journalistischer Objektivität subjektive Synonyme: Aus einem 1.640 MW Kohlekraftwerk wird die „Königsklasse des Maschinenbaus“, ein „Kolosseum der Moderne“ oder gar ein „Fernwärmekraftwerk“.

Ich spreche diesbezüglich gerne von einer „Dreckschleuder“ oder einem „Klimakiller“. Aber im Gegensatz zum Abendblatt verlange ich für meine private Meinung kein Geld. Und ich plündere auch nicht auf Kosten von Vattenfall das Buffet eines altehrwürdigen Hamburger Fünf-Sterne-Hotels. Vorhang auf für den Hamburger Presseball 2012:

Einladung zur Selbstbedienung: Umweltaktivisten auf dem Presseball (Video: Vattenfail)

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