Sonntag, 20. November 2011

Interview: Monika wechselt zu Greenpeace Energy und den Elektrizitätswerken Schönau (EWS).


Vattenfall ist kein Schiksal: Die Suttnerblog Ökostrom-Offensive 2011

Viele meiner Freunde haben sich bereits für Ökostrom entschieden, laufend werden es mehr. Was ihnen bei der Wahl des Anbieters wichtig war, welche Erfahrungen sie beim Wechsel gemacht haben und wie es sich mit Ökostrom lebt, erzählen sie hier auf dem Suttnerblog in kleinen Interviews.

Vorname: Monika
Alter: 33
Beruf: Art Director
Stromanbieter alt: Vattenfall
Stromanbieter neu: Greenpeace Energy, Elektrizitätswerke Schönau (EWS)
Wechsel: 2007 (Greenpeace Energy), August 2011 (EWS) 

Hi Monika. Vielen fällt der Wechsel zu einem Ökostromanbieter schwer, du hast dich gleich für zwei entschieden. Welche sind es geworden und wie kam es dazu? 

(Monika:) Eigentlich habe ich anfangs nicht so sehr über meinen Stromanbieter nachgedacht, bis ein Freund mir erzählte, dass er zu Greenpeace Energy gewechselt hat und dafür lediglich online ein Formular ausfüllen mußte. Ökostrom war damals etwas sehr Neues für mich, und ich beschloss, da für mich persönlich das Thema Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle spielte, auch zu Greenpeace Energy zu wechseln. Ich dachte immer mehr über bewussten Konsum im Rahmen meiner persönlichen Möglichkeiten nach und bin zu der Überzeugung gelangt, dass ich viel mehr in meinem Leben umstellen kann – ohne dass es eine große Einschränkung oder einen großen Aufwand nach sich zieht. In meiner jetzigen Wohnung beziehe ich gezwungener Maßen Nachtstrom, deshalb habe ich mich für EWS entschieden. 

Nachtspeicheröfen sind ein gerne genannter Grund, keinen Ökostrom zu beziehen. Wie hast du herausgefunden, dass deine altertümliche Heizung da kein Hindernis ist? 

(Monika:) Meine damalige Hausverwaltung sagte mir, dass ich an Vattenfall gebunden wäre. Es ärgerte mich zunehmend, an einen Anbieter gebunden zu sein, den ich absolut nicht unterstützen wollte. Je mehr Artikel ich über Vattenfall las, desto mehr wuchs der Ärger. Nach der Katastrophe in Fukushima war ich schließlich so entsetzt, dass ich endlich bei der Verbraucherzentrale anrief, um mich zu informieren. Diese gaben mir die Auskunft darüber, dass ich gar nicht an Vattenfall gebunden sei und ich meinen Nachtstrom u.a. auch bei EWS beziehen kann. Im Nachhinein frage ich mich, warum ich so lange damit gewartet habe, mich zu informieren. 

Hat dich der Wechsel mit deiner Nachtspeicherheizung vor besondere Herausforderungen gestellt oder ging er problemlos vonstatten? 

(Monika:) Neben der Kündigungsfrist von Vattenfall, habe ich mich natürlich auch über den Preisunterschied informiert. EWS stellt hierzu ein Formular zur Verfügung, um einen Kostenvergleich zu erstellen. EWS gibt ganz klar zu, dass sie mit den Preisen von Vattenfall nicht mithalten können. Da aber die Kundschaft immer wieder gebeten hat, trotzdem Nachtstrom anzubieten, sind sie diesem Wunsch gefolgt. Der Preisunterschied begründet sich darin, dass EWS selbst genauso viel für Nachtstrom wie für Tagstrom zahlen muss. Dem Problem ist Vattenfall nicht ausgesetzt. Der Preisunterschied war’s mir trotzdem wert, Vattenfall endlich einen Arschtritt zu verpassen. So habe ich online einen Wechsel beantragt und EWS hat sich perfekt um alles gekümmert. 

Nun könntest du guten Gewissens deinen gesamten Strom bei den EWS beziehen. Warum ist es dir so wichtig, mit deinem Tagstrom Kundin bei Greenpeace Energy zu sein? 

(Monika:) Ich sah keinen Grund von Greenpeace Energy zu wechseln. Ich finde beide Anbieter sind unterstützenswert, weil sie den Ausbau regenerativer Energien aktiv fördern. Greenpeace Energy kann stärker politische Forderungen stellen, da sie zur größten Energiegenossenschaft Deutschlands gehören. EWS ist einfach einzigartig, weil sich die Schönauer Bürger aus eigener Kraft von den damaligen Atomkraftbetreibern freigekauft haben. Warum dann nicht beide unterstützen, wenn ich die Möglichkeit habe? 

Hast du nach dem Wechsel einen Haken hinter das Thema Ökostrom gemacht oder informierst du dich über Neuigkeiten, die deine Stromanbieter betreffen? Gefällen sie dir zum Beispiel auf Facebook oder liest du ihre Kundenmagazine? 

Auf Facebook finde ich Greenpeace Energy gut, weil ich so unmittelbar die neusten Meldungen bekomme. Für die ausführlichen Informationen habe ich allerdings das Greenpeace Magazin abonniert, da sich Nachhaltigkeit um mehr dreht als „nur“ Stromversorgung. 

Monika, du gehörst mit Sicherheit zu den bemerkenswertesten Ökostromkundinnen der Nation. Vielen Dank für das spannende Interview und dafür, dass du anderen Opfern von Nachtspeicherheizungen ein Vorbild bist! 

Mehr Stromwechsler auf dem Suttnerblog:
    Wenn auch ihr euch für Ökostrom interessiert, findet ihr auf dem Suttnerblog einen Preisvergleich empfehlenswerter Ökostromanbieter.

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