Montag, 7. November 2011

Das Prinzip Suttnerpark: Wo nichts ist, kann viel entstehen.

„Dreißig Speichen laufen in der Radnabe zusammen.
Das Loch in der Mitte macht das Rad brauchbar.
Mit diesem Sinnspruch des chinesischen Philosophen Lǎozǐ eröffnete Jupp Hartmann am vergangenen Sonntag seine Vernissage im Suttnerpark. Dass inhaltliche Leere zugleich Freiraum bedeutet, bezog er nicht nur auf seine abstrakte Kunst, sondern auch auf den Schauplatz: Umgeben von belebten Orten wie Schanzenviertel, St. Pauli und Ottensen sieht er den Suttnerpark als kreatives Vakuum in der Mitte, als leere Bühne, die zu bespielen sich lohnt.

Den Beweis für diese einleitenden Worte erbrachten die folgenden Stunden, in denen über zwanzig Leuchtobjekte die von Rodung bedrohten Bäume in ein geisterhaftes Licht rückten. Rund fünfzig Besucher erfreuten sich, raschelnd Herbstlaub vor sich herschiebend, am Suttnerpark, der einen Abend lang als Museum erstrahlte. Erhellend war auch die Feuertonne, an der sich Nachbarn und auswärtige Gäste bei Tee und Glühwein besser kennenlernten.

Eine kleine Auswahl der Leuchtobjekte wird in den kommenden Wochen immer dienstags ab 20:00 Uhr den offenen Nachbarschaftstreff an der Feuertonne im Suttnerpark zieren. Das ansprechendste Objekt gehört nicht dazu. Es wechselte gleich an Ort und Stelle den Besitzer und illuminiert seither äußerst energieeffizient das Entrée meiner bescheidenen Heimstatt. Hier einige Impressionen von der Vernissage.

[update:]
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Einleuchtendes Spiel mit orientalischen Ornamenten
Letztmals im Licht der Öffentlichkeit: Meine Neuerwerbung
Jupp Hartmanns Werke brillieren durch enorme Farbintensität

1 Kommentar:

  1. http://www.youtube.com/watch?v=4LVqxdkLiTw
    Am Sonntagabend verzauberte Jupp Hartmann den Suttnerpark in einen anderen Ort

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