Dienstag, 31. Mai 2011

Kampagnen-Check: Waldwerbung im Wettbewerb.

Mit ausufernder Berichterstattung über den drohenden Kahlschlag im Suttnerpark konnte mein Blog seinem Namen endlich wieder Rechnung tragen. Nun bewegt das Thema die Welt: Die von Vattenfall geplanten Baumschändungen vor Augen, haben die Vereinten Nationen das Jahr 2011 zum Jahr der Wälder erkoren.

Aus diesem Anlass werfen zwei Institutionen mein schwer verdientes Geld aus dem Fenster, das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie der WWF. Das führt zur spannenden Frage, wer effektiver wirtschaftet – der Bund mit meinen Steuern oder der WWF mit meinen Spenden. Ein Kampagnen-Check.


Die Kampagne „Waldkulturerbe“ vom Bund.


Hilfe! Wer hat die Messlatte vergraben?

Trocken wie Birkenborke kommt die Online-Kampagne Waldkulturerbe des Bundes daher. Die Internetsite gleicht einer staubigen Textwüste. Außer einem Memory-Spiel (WTF!) erinnert nichts daran, dass wir uns im Internet befinden. Das den Inhalten angemessene Medium wäre eine Broschüre aus Recyclingpapier gewesen. Das mag auch der Grund sein, weswegen auf Sharing-Funktionen komplett verzichtet wurde.

Fazit: Für das Geld hätte man besser Bäume gepflanzt.


Die Kampagne „Waldmeister 2011“ vom WWF.


Solide Arbeit nach Schema WWF

Der WWF spielt seine Online-Erfahrung voll aus und zeigt, dass ihm neben den Wäldern auch der Erfolg seiner Arbeit am Herzen liegt. Wer den Kalauer Waldmeister 2011 und die hölzerne Schauspielkunst prominenter Paten verwunden hat, findet sofort konkrete Tipps, wie unser Freund der Baum mit Kaffe und Klopapier zu retten ist. Ach ja! Logischerweise kann man sich auf Facebook mit einer digitalen Baumkrone selbst zum Waldmeister adeln.


Fazit: Über 10.000 Menschen gefällt das. Das gefällt mir.

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