Mittwoch, 9. März 2011

Ein Wink mit dem Link.

Ich arbeite viel für mein Geld, darum gönne ich mir damit gerne etwas. Zum Beispiel den Traum von einer besseren Welt, denn einen kleinen Teil meines Ersparten spende ich. Vergebens?

Menschen wie Bill und Melinda Gates oder Warren Buffet spenden viele Milliarden, um die Welt zu retten. Die Frage, ob meine paar Euro nicht besser in Bier und Wein angelegt wären, liegt auf der Hand.

Nun ist es so, dass kein Milliardär sein Geld den Bedürftigen direkt in die Hand drückt. Er gründet eine Stiftung, deren Vermögen teilweise aus Wertpapieren großer Konzerne besteht. Gespendet wird die Dividende.

Stellen wir uns vor, eine solche Stiftung hätte sich dem Kampf gegen AIDS verschrieben. Zugleich besäße sie, bei einem milliardenschweren Vermögen nicht ganz unwahrscheinlich, Anteile an einer Pharmafirma, die mit AIDS-Medikamenten gutes Geld macht. Und nun nähme ich zehn Euro und gäbe sie – einfach so – der Deutschen Aids-Hilfe. Welche der Spenden wäre vergebens?

Nichts läge mir ferner, als das Engagement anderer zu schmälern oder an ihrem Altruismus zu zweifeln. Aber es lohnt sich, darüber nachzudenken, ob Wohltätigkeit ein Privileg der Superreichen sein sollte. Zu denen ich im Übrigen – global betrachtet – selbst gehöre. Genau wie ihr.

Testet doch mal, wie wenige Menschen reicher sind als ihr:

> WieReichBinIch.de

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