Samstag, 5. Februar 2011

Electrolux: Neubau am Suttnerpark.

[update:] Die neueste Entwicklung zu diesem Thema:
> SAGA-GWG und Quantum bauen am Suttnerpark


Freitag habe ich an der Planungswerkstatt „Wohnen am Suttnerpark“ teilgenommen. Leider entpuppte sich der Titel der Veranstaltung als Mogelpackung. Die Pläne waren bereits geschmiedet, und zwar in Form von vier groben Entwürfen zur Neubebauung des seit Jahren leerstehenden Electrolux-Gebäudes.Zum Hintergrund: Das ursprünglich dort ansässige Gewerbe mit rund hundert meist türkischstämmigen Angestellten musste vor vier Jahren weichen. Seitdem verrottet das Gelände. Nun soll der Bebauungsplan geändert und ein Großteil der Fläche für lukrative Mietwohnungen freigegeben werden. Mehr hierüber erfahrt ihr bei Lux und Konsorten.

Eine Neubelebung des Blocks und des angrenzenden Bertha-von-Suttner-Parks ist wichtig und richtig. Aber im Mittelpunkt der
Planungswerkstatt stand nicht die soziale, sondern lediglich die architektonische Integration ins Viertel. Falls man bei dem, was mich dort erwartete, von Bürgerbeteiligung reden kann, kam diese also zu spät.

Was die vorgestellten Entwürfe betrifft, ist eines allen gemein: Die Grenze zum Park wird mindestens fünfstöckig bebaut. Um die so entstehende Lichtsitutation aufzubessern, sollen einige hässliche Bäume fallen. Vielleicht sollte der Investor mal bei Vattenfall anrufen, die ja ebenfalls
den Suttnerpark „auslichten“ wollen.

Hier einige Reaktionen der Teilnehmer auf die Entwürfe. 

Was gefiel? 
- verbesserter Übergang vom Wohlerspark zum Bertha-von-Suttner-Park
-
Öffnung der geplanten Innenhöfe zum Park
- Öffnung der
geplanten Innenhöfe zur Holstenstraße als Gewerbegasse
- Vergrößerung der Parkfläche

  
Was gefiel nicht?
- mindestens fünfstöckige Bebauung zur Parkseite
- siebenstöckige Bebauung an der Ecke Holstenstraße/Suttnerstraße und am Park (Nähe Holstenplatz)- gefühlte Verkleinerung des Parks und weniger Licht
- zu hohe und dichte Bebauung der Innenhöfe

  
Was wurde gefordert?
- bessere soziale Integration ins Viertel
- Gewerbeflächen und soziale Orte auf öffentlichem Grund
- künftig frühere Bürgerbeteiligung
- Bürgerbeteiligung bei der Neuplanung des Parks
- niedrigere und offenere Bebauung zum Park hin

Die Umwandlung von Gewerbefläche in Mietwohnungen und die hohe Bebauung sind wohl beschlossen. Ob der eine oder andere Wunsch der Teilnehmer bei der weiteren Planung berücksichtig wird, können wir sicher bei der nächsten Veranstaltung zur Kenntnis nehmen.

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