Donnerstag, 27. Januar 2011

Hamburgs neue Protestkultur: Lesetage ohne Vattenfall.

Darf ein Konzern, der seine Atomkraftwerke nicht im Griff hat, uns ein schmutziges Kohlekraftwerk vor die Tür stellt und uns mit überhöhten Strompreisen abzocken will, Teil unserer Kulturlandschaft sein?

Der schwarz-grüne Senat hat diese Frage mit „nein“ beantwortet, das Sponsoring für den umstrittenen Titel „Umwelthauptstadt Hamburg“ ging nicht an Vattenfall. Doch der Atom- und Kohlestromkonzern investiert in eigene Veranstaltungen, um sein schlechtes Image aufzuhübschen.

Vattenfall nennt es Unternehmenskultur, ich nenne es unzureichende Kompensationen für Verantwortungslosigkeit und Geldgier: Die Vattenfall Lesetage. Damit der Konzern auch hier an Boden verliert, heißt es im April erstmals
Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen!.

Es wird schwierig, ohne Budget mit dem „größten privatwirtschaftlich finanzierten Literaturfestival in Norddeutschland“ zu konkurrieren. Aber zu den Unterstützern zählen schon jetzt große Namen wie Gängeviertel e.V. und der Hamburger Landesverband für Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Damit „Lesetage selber machen
ein Erfolg wird, suchen die Organisatoren dringend Lesungsräume und natürlich Autoren, die sich im Rahmen dieses Lesefestes präsentieren möchten!

Aktuelle Informationen zum Stand der Planung sowie Kontaktmöglichkeiten findet ihr auf lesetage-selber-machen.blogspot.com

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