Samstag, 30. Oktober 2010

Teurer Ökostrom, billiger Atom- und Kohlestrom?

Auch in diesem Jahr konnten Vattenfall, E.ON, EnBW und RWE ihre Gewinne massiv steigern. Auch in diesem Jahr werden sie Preiserhöhungen für das kommende Jahr ankündigen, und zwar Mitte November. Auch in diesem Jahr werden sie die Schuld dafür auf die EEG-Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien schieben. Und auch in diesem Jahr ist das nur die halbe Wahrheit.

Nach Berechnungen im Auftrag der Bundesregierung sank der Preis an der Strombörse im Jahr 2006 durch die Einspeisung von Ökostrom um bis zu 5 Milliarden Euro, wie dieser Beitrag des ARD Magazins Monitor zeigt:

Hinter den Kulissen der Atom- und Kohlelobby (Quelle: ARD Magazin Monitor)

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Schmutzige Geschäfte für den guten Zweck.

Für Unicef hat sich die kalifornische Werbeagentur Casanova Pendrill mächtig ins Zeug gelegt. Die Mühen wurden doppelt belohnt, bei Unicef „regnete“ es Geldspenden, bei der Agentur Awards.

Hier eine sehenswerte Zusammenfassung der Pro-Bono Arbeit Dirty Water:

Auf YouTube findet ihr weitere Arbeiten der Agentur; (via fair-suchen.info)

Montag, 25. Oktober 2010

Interview: Carina und Christoph wechseln zu Naturstrom.


Tschüss Vattenfall: Die Suttnerblog Ökostrom-Offensive 2010


Viele meiner Freunde haben sich in diesem Jahr für Ökostrom entschieden, laufend werden es mehr. Was ihnen bei der Wahl des Anbieters wichtig war, welche Erfahrungen sie beim Wechsel gemacht haben und wie es sich mit Ökostrom lebt, erzählen sie hier auf dem Suttnerblog in kleinen Interviews.

Vorname: Carina
Alter: 26
Beruf: Flash Entwicklerin
Stromanbieter alt: Vattenfall
Stromanbieter neu: Naturstrom
Wechsel: Dezember 2010 


Hi Carina! Vor wenigen Tagen haben dein Freund und du euch für Ökostrom angemeldet, die Tinte ist quasi noch feucht. Verrätst du uns, welcher Anbieter es geworden ist und warum?

(Carina:) Wir haben uns für Naturstrom entschieden. Unsere wichtigste Informationsquelle war die Seite www.atomausstieg-selber-machen.de, wo vier empfehlenswerte konzernunabhängige Anbieter vorgestellt werden. Da kann man sicher sein, wirklich Ökostrom zu beziehen und nicht irgendwelche halb garen Zertifikatgeschichten oder so. Naturstrom hat uns dann am besten gefallen. Irgendwie sympathisch und preislich voll in Ordnung.


Und hat sich der gute Eindruck bestätigt oder gab es Probleme bei eurer Anmeldung?

(Carina:) Die Anmeldung erfolgte online und hat keine zehn Minuten gedauert. Am längsten haben wir gebraucht, um unsere Zählernummer und unseren Jahresstromverbrauch herauszufinden. Kurze Zeit später hatten wir dann Post von Naturstrom im Briefkasten mit der Bestätigung, dass es im Dezember losgehen kann.

Als Kunden bei Naturstrom fördert ihr den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland mit 1,25 Cent pro Kilowattstunde. Ihr zahlt also freiwillig einen höheren Arbeitspreis. Stört dich das nicht? 


(Carina:) Nö, überhaupt nicht. Das sprach sogar eher noch für einen Wechsel zu Naturstrom, als zu z.B. LichtBlick zu gehen. Endlich mal eine Sache, wo wir wirklich Kohle lassen für die Umwelt.

Auch LichtBlick steckt Geld in den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dass bei Naturstrom ein an den Verbrauch gekoppelter Betrag investiert wird, ist natürlich schön für die Kunden, da sie wissen: Ihr Geld wird sinnvoll genutzt. Apropos – wurdet ihr schon darüber informiert, welche ökologischen Kraftwerksprojekte ihr konkret unterstützt?

(Carina:) Zusammen mit unserer Anmeldebestätigung haben wir ein Infomagazin enthalten, in dem allerhand zum Thema Erneuerbare Energien und Aktuelles von Naturstrom berichtet wird. Das kann man auch online als PDF herunterladen, wenn man es, so wie ich, im Umzugswahn verbummelt hat.

Ich finde es großartig, dass ihr den Atomausstieg selbst in die Hand genommen habt und würde mich freuen, wenn ihr uns über eure Erfahrungen mit Naturstrom auf dem Laufenden haltet.

(Carina:) Das machen wir!

Veranstaltung: Am 26.10. wird eingeheizt!

Für gewöhnlich wird in Hamburger Hochbunkern von Bands eingeheizt, denen diese Etablissements als Proberäume dienen. Demnächst könnte dort wortwörtlich eingeheizt werden. Und zwar hunderten von Haushalten pro Bunker. Denn Solarzellen auf dem Dach und ein Blockheizkraftwerk im Inneren machen aus Kriegsrelikten sinnvolle Bausteine einer dezentralen Energieversorgung.

Um diese und andere Visionen geht es bei
Energien bündeln“:
  • 26. Oktober 2010
  • 19:00 Uhr
  • Bürgertreff Altona Nord
  • Gefionstraße 3
  • Eintritt kostenlos
Mehr Informationen findet ihr auf energien-buendeln.de

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Interview: Till und Vanessa wechseln zu EWS.


Tschüss Vattenfall: Die Suttnerblog Ökostrom-Offensive 2010


Viele meiner Freunde haben sich in diesem Jahr für Ökostrom entschieden, laufend werden es mehr. Was ihnen bei der Wahl des Anbieters wichtig war, welche Erfahrungen sie beim Wechsel gemacht haben und wie es sich mit Ökostrom lebt, erzählen sie hier auf dem Suttnerblog in kleinen Interviews.


Vorname: Till
Alter: 29
Beruf: Art Director & Flash Entwickler
Stromanbieter alt: Vattenfall
Stromanbieter neu:
Elektrizitätswerke Schönau (EWS)
Wechsel: November 2010

Hi Tizzle! Neue Wohnung, neuer Stromanbieter. Ökostromkunde warst du vorher schon. Warum hast du dich diesmal für die Elektrizitätswerke Schönau entschieden?


(Tizzle:) Hallo Ben! Da momentan unzählige Ökostromanbieter aus dem Boden sprießen, war es mir wichtig, dass unser neuer Stromlieferant schon am Markt etabliert ist. Außerdem möchte ich nicht – im Glauben, etwas Gutes zu tun – am Ende einen der ungeliebten Stromgiganten unterstützen.

Die EWS sind nicht nur konzernunabhängig, ihre Kunden fördern auch „ökologische Neuanlagen in Bürgerhand“ mit einem festgelegten Betrag pro verbrauchter Kilowattstunde. Dieser Betrag lässt sich zwischen 0,5 Cent, 1 Cent und 2 Cent frei wählen. Was ist euch der Ausbau der Erneuerbaren Energien wert?

(Tizzle:) Öh, 0,5 Cent. Glaub ich, weiß ich aber gerade gar nicht mehr genau. Wenn alles gut läuft mit EWS, sind wir aber durchaus bereit, den Betrag noch zu erhöhen.

Nun eine Frage zum Thema Service. Die EWS bieten keinen Online-Wechsel an. Du musstest deinen Antrag also herunterladen, ausdrucken und per Post versenden. War das nicht umständlich?

(Tizzle:) Nö. Da alles Weitere von EWS erledigt wird, ist der Aufwand nicht allzu groß. Praktisch war, dass sich das PDF am Computer ausfüllen ließ. Da hat man auch mit der krakeligsten aller Handschriften die Gewissheit, dass der Antrag ordentlich bearbeitet werden kann.

2009 initiierten die EWS die erfolgreiche Anti-Atom-Kampagne „Wrack ab!“, davon abgesehen sind sie im Internet kaum aktiv. Scheinbar gibt es nicht einmal einen Newsletter. Fühlst du dich gut über das Engagement und insbesondere die Verwendung deiner Fördergelder informiert?

(Tizzle:) Auf der Internetseite der EWS finden sich Slideshows, in denen einzelne Projekte exemplarisch vorgestellt werden. Dann gibt es noch einen Jahresbericht, in dem man sehen kann, welche Energiemenge wo und wie erzeugt wurde. Das Portfolio der Elektrizitätswerke Schönau reicht ja von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen über Photovoltaikanlagen bis hin zu Kleinwasserkraftwerken.

Einen Newsletter haben die EWS übrigens doch, wenn auch gut versteckt: Links unter der Hauptnavigation befindet sich ein Dropdown-Menü „Online-Formulare“ mit „Newsletter“ als letztem Punkt. Ich habe den bestellt, aber im letzten Monat, abgesehen von der Bestellbestätigung, keine E-Mail bekommen.

Das wirklich Gute ist allerdings, dass jeder, dem das nicht reicht, einfach sein eigenes Projekt fördern lassen kann. Klar, ich kann jetzt schlecht auf das Haus meines Vermieters eine Photovoltaikanlage draufbauen. Obwohl... Warum eigentlich nicht?

Dann ist dein Geld ja bei den EWS gut angelegt. Vielleicht kannst du uns bald mehr darüber berichten, wie es sich als EWS-Stromrebell lebt.

(Tizzle:) Gerne! Gestern habe ich übrigens Post von Vattenfall bekommen wegen der Kündigung, es geht also bald los. Außerdem habe ich kürzlich gelesen, dass der Energieverbrauch deutscher Haushalte sinkt. Das hat mich sehr gefreut, denn weniger verbrauchen ist noch viel besser als „nur“ Ökostrom beziehen.

Montag, 18. Oktober 2010

Eisberge vor dem Kohlekraftwerk in Moorburg.

Am Samstag endete die Global Week of Action for Climate Justice. In Hamburg, der sogenannten Umwelthauptstadt Europas, besteht ein erhebliches Defizit in Sachen Klimagerechtigkeit. Darum machte sich ein Bündnis der Initiativen Moorburgtrasse stoppen, moorburgforever und Zukunft Elbinsel auf zum Corpus Delicti: der Baustelle des Vattenfall Kohlekraftwerks in Hamburg Moorburg.

Die Aktion wäre es wert, auf der Binnenalster ihre Fortführung zu finden! Während an Land Livemusik für Stimmung sorgte, wurde der Kraftwerksbau wasserseitig von Eisbergen und -Bären belagert. Als traurige Gallionsfigur des Klimawandels muss der Eisbär Unternehmen wie Vattenfall die Schamesröte ins Gesicht treiben. Aber auch Millionen von Klimaflüchtlingen leiden unter den Folgen unserer CO2-Emissionen.

Wer die Elbinstallation der Klimaaktivisten nicht vor Ort bewundern konnte, dem empfehle ich die folgenden Filme. Auch der Fortschritt der Bauarbeiten ist hier schön dokumentiert:

Der Global Day of Action for Climate Justice Hamburg auf feuerloescher-tv.com

Und hier eine ausführlichere Dokumentation von UtopieTV

Freitag, 15. Oktober 2010

Blog Action Day 2010: Das Recht auf Wasser.

Die häufigste Todesursache ist nicht etwa Krieg oder Krebs, sondern Trinkwasser. Laut Unicef sind mehr als eine Milliarde Menschen auf verschmutztes Trinkwasser angewiesen, fünfzehn pro Minute sterben an den gesundheitlichen Folgen.

Konzerne wie Nestlé verstehen Wasser als Ware, die gefälligst bezahlt werden muss. Ich verstehe Wasser als Grundrecht. Darum spende ich heute 20 US-Dollar an charity: water. Vielleicht animiert dieser Film ja den einen oder anderen, es mir gleichzutun:


Der Beat zur Spende: "Time Bomb" von Beck (Video: charity: water @ vimeo)

Beteiligt euch auch am Blog Action Day 2010! Erinnert die UN an ihr Millennium-Entwicklungsziel, die Anzahl der Menschen ohne sauberes Trinkwasser bis 2015 zu halbieren:

> Zur Blog Action Day 2010 Petition für sauberes Trinkwasser

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Schlechtes Klima in China.

Gestern in meinem Briefkasten: Post aus Tianjin (Danke Aiping und Bernd!)

Auf der Klimakonferenz in Tianjin haben sich China und die USA mal wieder gegenseitig den schwarzen Peter zugeschoben. Eine zentrale Rolle in diesem endlosen Streit spielt die Frage, wie sich die CO2-Emissionen einzelner Länder gerecht vergleichen lassen. Auch wir Deutschen können uns nicht hinter China und den USA verstecken: Es braucht nur den richtigen Blickwinkel, schon zählt Deutschland zu den größten CO2-Verursachern.


Addiert man die CO2-Emissionen eines Jahres, war China 2009 schlimmster Klimasünder – Tendenz stark steigend. Betrachtet man hingegen die CO2-Emissionen eines Jahres pro Kopf, rangierten die Chinesen 2007 weit hinter den Deutschen. Addiert man die CO2-Emissionen pro Kopf von 1751 bis 2009, ist China fast zu vernachlässigen, Großbritannien führt das Feld an, dicht gefolgt von den USA und Deutschland.


Ich denke, bei einem so vielfältigen Sachverhalt ist es nicht nur unmöglich, eine gerechte Lösung zu finden, sondern auch völlig verfehlt. Die Zeit, mit dem Finger auf andere zu zeigen, ist lange vorbei. Auf der Klimakonferenz COP-16 in Cancún sollte stattdessen jedes Land die globale Wende in der Klimapolitik vor der eigenen Haustüre beginnen.


In diesem Post beziehe ich mich auf folgende Informationsgrafiken:
>
CO2 pro Land 2009 (in %); CO2 pro Land 1751-2009 (in %) (PDF)
[1]
> CO2 pro Land 1751-2009 (in t/Kopf)
(PDF) [1]
> CO2 pro Land 1990 und 2007 (in t/Kopf)
[2]
(Quellen:
[1] James E. Hansen, [2] de.statista.com)

Dienstag, 12. Oktober 2010

Tigerland ist abgebrannt.

Die besten WWF-Spots schreibt leider das Leben (Video: WWF @ YouTube)

Mein bisher schönster Urlaub war zugleich auch der deprimierendste. Die Reise durch den malaysischen Teil von Borneo ist eine Reise von einem Nationalpark zum nächsten, dazwischen erstrecken sich schier endlose Plantagen. Wer ein Stück Land sein Eigen nennt, pflanzt dort Ölpalmen – keine Insel ist zu klein, kein Berg zu hoch.

Für unsere Industrie ist Palmöl ein günstiger, endlos verfügbarer Rohstoff, für die Menschen in den Erzeugerländern eine sichere Einnahmequelle. So macht es Sinn, dass jeder freie Quadratzentimeter zum Anbau herhalten muss. Leider betrifft das auch ausgewiesene Schutzgebiete, und hier hört der Spaß auf.

Dass sich Umweltschutzorganisationen kostspielige Patrouillen durch den Regenwald leisten, hat einen Grund: Viele Konzerne stehen über den Gesetzen. Ein Paradebeispiel ist der indonesische Palmöl-Gigant Sinar Mas, der Greenpeace-Aktivisten, die in Riau auf Sumatra gegen illegale Rodungen protestierten,
des Landes verweisen lies.

Nun hat der WWF ein Video aus Riau veröffentlicht, in dem eine Kamerafalle für Tiger zum Zeugen illegaler Waldzerstörung wird. Dass Unternehmen wie Burger King, Unilever, Kraft und Nestlé nicht mehr mit solchen Machenschaften in Verbindung gebracht werden wollen,
ist ein großer Erfolg, der Weg zum Erhalt der Regenwälder indes noch weit.

In diesem
Webspecial des WWF erfahrt ihr mehr über die verbliebenen Tigerarten und könnt sogar ein Stück Tigerland kaufen:

Mit dem WWF spielend den Tiger retten: Webspecial „Tigerland

[update:] Auf diese WWF-Kampagne aus dem August/September wurde ich erst heute aufmerksam. So ein Projektor ist schon eine feine Sache:

Zeichnet die WWF-Petition für den Erhalt des Tigers auf www.3200-tiger.de

Montag, 11. Oktober 2010

Bahn frei für Kohlestrom.

Zu meiner Grundschulzeit galt „öko“ als Synonym für „langweilig“. Mitschüler, deren Eltern im Reformhaus kauften, genossen mein aufrichtiges Mitleid, mussten sie doch vegetarische Hartweizen-Nudeln ertragen, während mich Mama Mirácoli mit kiloweise Bolognese verwöhnte.

Heute rangiert das Thema Nachhaltigkeit irgendwo zwischen „sexy“ und „Mainstream“. Die Nachfrage hat meine ehemals verhassten Bio-Nudeln sogar bei Aldi ins Regal gebracht. Leider kämpfen deswegen auch solche Firmen um ihr Stück vom Öko-Kuchen, die den Tisch gar nicht gedeckt haben.

Besonders enttäuscht mich das aktuelle Greenwashing der Deutschen Bahn. Völlig zu Recht hat der Konzern den Klimaschutz als Wettbewerbsvorteil entdeckt. Dennoch möchte er mindestens 40 Jahre lang Strom aus Datteln 4 beziehen, einem im Bau befindlichen Kohlekraftwerk, das etwa 6,2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ausstoßen wird.

Vor diesem Hintergrund ist das „DB Eco Program“, wie die Deutsche Bahn ihr Engagement für den Klimaschutz hochtrabend nennt, ein schlechter Witz. Denn vom CO2-neutralen Reisen bis zum umweltfreundlichen Urlaub haben viele der Maßnahmen eines gemeinsam: Die Bahn zahlt nur die Werbung, den Klimaschutz der Kunde.

Trotz ihres dreckigen Strommixes ist die Deutsche Bahn das mit Abstand
klimafreundlichste Fortbewegungsmittel für längere Reisen. Doch statt dieses Potential durch den Bezug von echtem Ökostrom auszubauen, fährt das Unternehmen eine verlogene Doppelstrategie aus Kohlestrom und Klimaschutz – und riskiert, dass ihr dabei das grüne Image entgleist.

> Greenpeace über die Energiepolitik der Deutschen Bahn (PDF)
> Greenpeace über das Kohlekraftwerk Datteln 4 (PDF)


Klimaschutz à la Deutsche Bahn: Fernseher aus – Stecker raus (Film: Deutsche Bahn)

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Wasser marsch – Blog Action Day 2010.

Eine nette Kinetic Type Animation vom diesjährigen BAD-Organisator Change.org

Hurra – am 15. Oktober ist wieder Blog Action Day! Letztes Jahr haben aus diesem Anlass mehr als 13.000 Blogs den Klimawandel thematisiert und so rund 17 Millionen Leser erreicht, stolze 20 davon auf dem Suttnerblog. Das übergeordnete Thema in diesem Jahr lautet „Wasser“.


Wasser steht vielfach in direktem Zusammenhang mit dem Klimawandel und war daher schon des Öfteren Thema auf dem Suttnerblog. Aber natürlich plane ich anlässlich des Blog Action Day 2010, erneut wissenswertes über dieses leben- und todspendende Element zu berichten.


Bis dahin stöbert doch ein wenig im Keller des Suttnerblogs:
> Kein Müll Meer
> Wasser bleibt Wasser
> Ein Aufruf zum Langduschen

Sonntag, 3. Oktober 2010

Interview: Kerstin wechselt zu NaturWatt.


Tschüss Vattenfall: Die Suttnerblog Ökostrom-Offensive 2010


Viele meiner Freunde haben sich in diesem Jahr für Ökostrom entschieden, laufend werden es mehr. Was ihnen bei der Wahl des Anbieters wichtig war, welche Erfahrungen sie beim Wechsel gemacht haben und wie es sich mit Ökostrom lebt, erzählen sie hier auf dem Suttnerblog in kleinen Interviews.
Vorname: Kerstin

Alter: 24
Beruf: Designerin / Studentin
Stromanbieter alt: Vattenfall
Stromanbieter neu: NaturWatt
Gewechselt: Mai 2010

Hi Kerstin! Seit 6 Monaten beziehst du Ökostrom von NaturWatt. Warum hast du dich dafür entschieden und was gefällt dir speziell an NaturWatt?

(Kerstin:) Hi Ben! Ich habe mir mehrere Ökostrom Anbieter auf deinem Blog angeguckt. Vor allem war es mir wichtig, keinen Atomstrom zu beziehen. NaturWatt ist ein relativ kleines Unternehmen aus Norddeutschland, man hat persönlichen Kontakt. Bei Vattenfall konnte man nur eine Kundenhotline anrufen, hatte immer jemand anderen am Apparat und zahlte dafür auch noch richtig Geld, das ist doch unverschämt. NaturWatt ist nur unwesentlich teurer als Vattenfall, es gibt echt keinen Grund, nicht zu wechseln.

NaturWatt ist sehr aktiv im Bereich Social Media. Wie stehst du zu diesem Engagement? Nutzt du es?

(Kerstin:) Ich habe es noch nicht benutz, da ich nicht viel damit am Hut habe. Jedoch fand ich den persönlichen Telefonansprechparter sehr gut, der unseren Wechsel begleitet hat.

Viele Menschen liebäugeln mit Ökostrom, haben aber Angst vor dem Papierkram. Wie aufwändig war dein Anbieterwechsel?

(Kerstin:) Der Wechsel war echt nicht aufwendig. Ein Anruf bei NaturWatt, die haben eigentlich alles in die Wege geleitet. Sie haben mir die notwendigen Formulare zugeschickt (immer schon mit frankiertem Rückumschlag) und bei Vattenfall gekündigt. Im Grunde musste ich nur unsere Zählernummer angeben. Es gibt also keinen Grund, Angst davor zu haben.

Als Studentin hast du sicher kein Geld zu verschenken. Kannst du schon einschätzen, welche monatlichen Mehrkosten auf dich zukommen?

(Kerstin:) Wir zahlen etwa das gleiche wie vorher. Der Wechsel kostet nichts und wir haben sogar noch eine Gutschrift bekommen.

Vielen Dank, dass du Ökostrom beziehst und dir die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen mit anderen zu teilen!