Freitag, 30. Juli 2010

Vattenfall: Greenwashing im Schleudergang.

Vattenfall interessiert sich nicht für die Menschen in Hamburg, es sei denn, sie demonstrieren auf dem eigenen Firmengelände. In Schleswig-Holstein versagt der Konzern seit Jahren beim Betrieb zweier Kernkraftwerke. In Hamburg-Moorburg baut er seinen beachtlichen Vorsprung als klimaschädlichster Stromanbieter Deutschlands weiter aus. Für seine Moorburgtrasse wollte er mal eben die Grünflachen in Hamburg-Altona abholzen. Der Claim Energie für Hamburg ist mehr als eine Frechheit.

Kein Wunder, dass immer weniger Hamburger Lust auf die Volksfeste haben, die Vattenfall ihnen als Ausgleich für eine volksverachtende Energiepolitik serviert. Davon zeugen die Proteste, die mittlerweile jede PR-Veranstaltung des Unternehmens begleiten. Nach dem Baustopp der Moorburgtrasse stehen Vatenfalls Werbelügen im Fokus der Bürger, die sich als Aktionsbündnis Stop-Greenwashing nicht nur mit kreativen Aktionen, sondern seit kurzem auch mit eigener Internetseite präsentieren.

Was das Bündnis schon erreicht hat, was geplant ist und wie ihr euch beteiligen könnt, erfahrt ihr auf dem Blog von Stop-Greenwashing.


Für die Kinder gab es Geschichten, für Vattenfall die Leviten: Lesetage 2010
(Video: stop-greenwashing.org)

Donnerstag, 29. Juli 2010

Tierleid to go.

Sonntagsbraten. Dieses banale Wort zeugt von einer Zeit, in der Fleisch nichts alltägliches, sondern Luxus war. Das gilt heute höchstens noch für Steak oder Lamm, denn durch den fortwährenden Preiskampf der Discounter ist auch ein Tierleben immer weniger wert. Die Folge davon sind Fleischfabriken wie zum Beispiel in Wietze bei Celle, wo mit EU-Fördergeldern von 6,5 Millionen Euro eine beispiellose Tötungsmaschinerie entsteht.

Aktuell werden in Deutschland jedes Jahr rund 400 Millionen Masthühner produziert. Das muss man wissen, um die Dimension der in Wietze geplanten Schlachtfabrik zu begreifen.
134,7 Millionen Hühner sollen dort pro Jahr sterben, 2,59 Millionen pro Woche, 27.000 pro Stunde, 7,5 in der Sekunde.

Dass die industrielle Tierhaltung weltweit 18 Prozent der klimaschädlichen Treibhausgase verursacht und massiv den Klimawandel vorantreibt, tritt bei solchen Bildern in den Hintergrund:

Der Preis für den günstigen Preis (Video: Tierschutzbilder.de)

Seit dem 24. Mai besetzen Tierschützer den Acker
in Wietzen, auf dem von unseren Steuergeldern Europas größter Geflügelschlachthof gebaut werden soll. Vom 31. Juli bis zum 8. August veranstalten sie dort eine Vernetzungswoche mit Workshops, Vorträgen und Konzerten. Aktuelle Informationen, idyllische Fotos vom Camp und eine Kontonummer für Spenden findet ihr auf dem Aktions-Blog der Tierschützer.

(Quellen: celleheute.de; theintelligence.de; de.indymedia.org)

Mittwoch, 28. Juli 2010

BP – a four letter word.

Schöne Aktion. Aber wie bekomme ich jetzt verfi**t noch mal so ein T-Shirt nach Deutschland?

Also ich habe 57 gezählt ... (Video: unfuckthegulf.com; via neteye.de/blog)

Dienstag, 27. Juli 2010

Darf Greenpeace Tankstellen lahmlegen? Ein Kommentar.

Go Greenpeace: bei BP gibt es nur noch Bier (Video: GreenpeaceUK @ Youtube)

Jetzt macht Greenpeace ernst: heute morgen um fünf Uhr dreißig schalteten
freiwillige Helfer der Umweltorganisation die Ölpumpen von 50 Londoner BP-Tankstellen ab. Im Internet hagelte es dafür
starke Kritik, BPs Umweltsünden seien nicht die Schuld der Tankstellenpächter und außerdem komme Greenpeace selbst nicht ohne Erdöl aus. Das stimmt. Und genau deswegen ist das Handeln der Aktivisten richtig.

Man kann es Willkür nennen, wenn Greenpeace
ausgerechnet die Tankstellen angreift. Doch auch sie verantworten die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Die Mutter, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fährt, verantwortet sie. Wir alle tragen Schuld daran.

Dem designierten BP Chef Robert Dudley bietet Greenpeace mit dieser Protestform eine wilkommene Angriffsfläche. Aber wenn sie die Diskussion über unsere Abhängigkeit vom Erdöl belebt,
war sie notwendig und erfolgreich.

Ich kaufe mir eine Kuh.

Nach einem langen Tag harter, ehrlicher Landarbeit sitzt die Hofgemeinschaft vor der Scheune, in ihrer Mitte ein mit Leckereien überladener Tisch. In der Luft liegt schon der Duft von frisch gebackenem Brot, als Großmutter endlich die gute Wurst aus dem Räucherofen bringt. An dieses Bild aus der Werbung denken wir, wenn wir uns den Müll aus der Fleischfabrik reinstopfen. Mit der Realität hat es wenig zu tun.

Verzicht ist die konsequenteste Art, die industrielle Tierfolter zu beenden, die durch unser Konsumverhalten zur Norm wurde. Leider tue ich mich schwer mit dem dauerhaften Fleischverzicht. Und ob das Biofleisch auf meinem Teller ein gutes Leben hatte, vermag kein Siegel der Welt zu sagen. Deshalb kaufe ich mir jetzt meine eigene Kuh. Zumindest symbolisch.


Der Kattendorfer Hof in Schleswig Holstein hält seine Tiere nach den strengen Demeter-Richtlinien, die für eine verantwortungsvolle, das Leben achtende Agrarkultur stehen. Dass auf diesem Stück Land eine ganz eigene Form des Wirtschaftens etabliert wurde, zeigt aber vor allem das Geschäftsmodell der Wirtschaftsgemeinschaft, in der man sich zum monatlichen Festpreis individuell versorgen kann. Dabei hat jedes Mitglied freien Zugang zum Warenlager, konsumiert wird auf Vertrauensbasis.

Um den Kattendorfer Hof zu unterstützen, kaufe ich mich dort mit einer sogenannten Kuh-Aktie ein. Diese Genussscheine sind mit 2,5 % Dividende finanziell sehr attraktiv. Der Clou ist aber die Option, sich 5 % in Naturalien auszahlen lassen, zum Beispiel im Hofladen in Eimsbüttel. Ich kann es kaum erwarten, mir die erste Käsedividende abzuholen! Entdeckt habe ich den Kattendorfer Hof übrigens bei Konsumpf,
einem meiner Lieblingsblogs.

> Zur Internetseite des Kattendorfer Hofes


Hier heißen die Kühe noch Isa, Ilona, Ilka oder Ilsa (Foto: H. Rodde-Worm)
Der Kattendorfer Hof: 150 Hektar gelebte Landwirtschaft (Foto: H. Rodde-Worm)

Die Möglichkeiten der Unterstützung sind vielfältig (Foto: Kattendorfer Hof)
Solche Hofbriefe informieren über die Erträge, dazu gibt es passende Kochrezepte (Foto: H. Rodde-Worm)

[update:] Mittlerweile ist meine Aktie angekommen:
> Wenn ein Idealist eine Aktie kauft

[update:] Gerade halte ich meinen ersten Genusschein in Händen:
> Kuhaktie mit Käserendite

Dienstag, 20. Juli 2010

Tschüss Vattenfall: Unser Hamburg - Unser Netz.

Der Verkauf der Hamburgischen Electricitäts-Werke an Vattenfall konnte den maroden Haushalt nur kurz sanieren. Inzwischen steht die Stadt nackt da: neue Schulden in Milliardenhöhe, eine 300 Millionen teure Bauruine und dazu eine 1,4 Milliarden Euro Klage von Vattenfall.

Eines dieser Probleme kann der Senat sich bis 2012 entledigen, und zwar durch die Kündigung von Vattenfalls
Konzession. Dass Hamburg dem Konzern die Rote Karte zeigt, liegt in unser aller Hand: mit der Volksinitiative „Unser Hamburg - Unser Netz“, die bis zum 15. August 10.000 Unterschriften benötigt.

Hier einige Gründe, warum „Unser Hamburg - Unser Netz“ Unterstützung verdient, garniert mit Links zu Klassikern aus dem Suttnerblog:

Den Kredit für die Kosten der Netzübernahme könnte Hamburg durch den Stromverkauf locker refinanzieren. Also helft der Politik auf die Sprünge:

> Unterschriftenliste „Unser Hamburg - Unser Netz“ (PDF)
> Internetseite der Volksinitiative „Unser Hamburg - Unser Netz“

Montag, 19. Juli 2010

Tintenfisch vs. Ölkonzern.

Muschelmampfend besiegelt Krake Paul in diesem Film von Greenpeace Spanien das Ende des Ölzeitalters. Wie immer wird er Recht behalten: In spätestens fünfzig Jahren haben BP und Co. der Tiefsee den letzten Tropfen des schwarzen Goldes abgerungen. Ob dabei zuerst die Strände Brasiliens draufgehen oder die Arktis, verrät der drollige Krake leider nicht. Trotzdem macht er auch bei seinem vermutlich letzten Auftritt eine gute Figur:

Oh weh BP! (Video: elpulpopaul.org; via blog.greenpeace.de)

Samstag, 17. Juli 2010

WTF: Greenpeace nominiert mein BP-Logo!

Das BP-Logo vom Suttnerblog: hier abstimmen und weitersagen

Mit Entsetzen musste ich gestern feststellen, dass mein Entwurf für das neue BP-Logo es beim Design-Wettbewerb von Greenpeace UK unter die letzten 18 geschafft hat. Entsetzen zum einen, weil sich unter den knapp 2.000 Einsendungen originellere und grafisch anspruchsvollere Logos finden, zum anderen, weil meines mit nur acht Stimmen auf dem letzten Platz rangierte.

Mittlerweile habt ihr meine Fischgräte mit über hundert Stimmen auf einen respektablen zehnten Platz katapultiert, dafür ein dickes Dankeschön! Ich bin gespannt, wie die Abstimmung ausgeht und wie die Anti-BP-Kampagne aussieht, für die Greenpeace UK das Siegerlogo verwendet.

Doch so sehr ich die Arbeit von Greenpeace schätze, der Motor der Ölindustrie ist unser Konsum und der einzig erfolgversprechende Kampf gegen die Gier der Ölmultis findet somit jeden Tag bei uns Zuhause statt!

Ich freue mich über jede Stimme, jedes „Gefällt mir
und jeden Tweet:

> Hier das BP-Logo vom Suttnerblog gut finden

Mittwoch, 14. Juli 2010

Kokos-Grillgenuss.

Am vergangenen Sonntag überraschte ich meine Nachbarn mit dem erfolgreichen Test eines Rauchmelders. Anlass für dieses beruhigende Zeugnis funktionierender Frühwarnung war das erste Barbecue des Jahres auf dem Balkon. Leider muss ich jeden enttäuschen, der nach dieser Einleitung auf karibische Grillrezepte hofft: Hier geht es nicht um das Darauf, sondern um das Darunter.

Es ist kurios. Da sitze ich an einem FSC-zertifizierten Eukalyptustisch und war doch kurz davor, illegal geschlagenes Tropenholz zu verfeuern. Denn auch bei Holzkohle garantiert nur das FSC-Siegel nachhaltige Waldwirtschaft; 120.000 Tonnen Kohle landen jedes Jahr auf deutschen Grills, nahezu 100 % davon stammen nicht aus Deutschland.

Bewusst wurde mir dieser Misstand erst, als ich kürzlich Grillbriketts aus Kokosschalen entdeckte. Die werden zwar ebenfalls importiert, doch sterben dafür keine Bäume. Somit scheinen mir die schadstoffarmen und lange brennenden Cocos Grillketts die umweltfreundlichste Art, den Grill zu befeuern. Nur mit Eierkartons sollte man sie nicht anzünden, solange sich in der Nähe ein Rauchmelder befindet. (Quellen: de.wikipedia.org, oekotest.de)

Ein Hauch Karibik: Cocos Grillketts vom Holzkohlewerk Lüneburg

Samstag, 10. Juli 2010

Wenn Trinkwasser tötet.

Die momentane Hitze fördert nicht gerade meinen Schreibdrang, doch mit einem kühlen Glas Leitungswasser lässt sie sich angenehm ertragen. Höchste Zeit, auf dem Suttnerblog endlich mal wieder etwas zum Thema Wasser zu posten. Schon vor einigen Monaten ging die Installation „Water talks für die Hilfsorganisation Solidarités International durchs Netz, jetzt wurde sie in Cannes mit einem goldenen Löwen ausgezeichnet. Und das völlig zu Recht, denn treffender kann man Botschaft und Medium kaum verknüpfen:

Wenn Wasser reden könnte (BDDP Unlimited für Solidarités International)

Dienstag, 6. Juli 2010

Am 10.07. in Altona: das Straßenfest ohne Geld.

Ein Vorgeschmack auf das Umsonstfest: The Sovereigns mit „Alerta Antifascista“

Am ökologischsten ist, was gar nicht erst hergestellt wird. Und sogar das nachhaltigste Produkt wird umweltfreundlicher, wenn ihr es weiterverschenkt, statt es zu entsorgen. Soweit die Theorie. Die fantastische Praxis liefert das jährliche Umsonstfest in Altona Nord, welches sich am kommenden Samstag zum vierten Mal anschickt, unser Geld-gegen-Ware-Denken aufs Reizvollste zu hinterfragen.

Doch wie feiert es sich ohne Portemonnaie? Auf dem Umsonstflohmarkt könnt ihr allerlei Nützliches mitnehmen oder selbst verschenken. Die Umsonstküche kredenzt Vegetarisches, freut sich aber auch über kulinarische Beiträge eurerseits. Außerdem informieren soziale und politische Initiativen wie Es regnet Kaviar oder peace brigades international über ihre Arbeit.

Die Krönung des Kostenlosen ist allerdings das abwechslungsreiche Programm auf zwei Bühnen. Zwar bin ich kein Theaterfreund und habe eine leichte Trompetenallergie, doch was sich hinter Im|promp|tü verbirgt und wie The Souvereigns live klingen, möchte ich ungern verpassen.

Und ihr sicherlich ebensowenig:

  • Umsonstfest Hamburg-Altona 2010
  • Samstag den 10. Juli
  • 14:00 bis 23:00 Uhr
  • in der Gefionstraße
  • Umsonstflohmarkt ohne Preise
  • Umsonstküche mit kostenlosem Essen und Trinken
  • Unterhaltungsprogramm auf zwei Bühnen, u.a. mit Spitting Sharks (Rockabilly Ska-Punk), Wohnstadt (Singer / Songwriter) und DJane Gutscha (Balkan Beats)
Auf der Internetseite des Veranstalters findet ihr das komplette Programm für das Umsonstfest sowie ein Video vom Vorjahr.

Sonntag, 4. Juli 2010

Shell bohrt das eigene Image auf.

Es stimmt mich wütend, dass ein Mensch und Umwelt verachtendes Unternehmen wie Shell nun mit dem Finger auf BP zeigt. Aber dass der Konzern sich mit einer breit angelegten Image-Kampagne selbst auf die Schulter klopft, ist einfach unerträglich. Shell und BP – trotz gründlicher Recherche weiß ich nicht, welches das skrupellosere Pack ist.

Hier nur drei Fakten über Shell:
  • Shell hat das Nigerdelta und damit die Lebensgrundlage eines ganzen Volkes zerstört und verantwortet gemeinsam mit der nigerianischen Militärdiktatur hunderte Tote
  • Shell hat erst nach massiven Protesten durch Greenpeace darauf verzichtet, die ausgediente Ölplattform „Brent Spar“ einfach im Atlantik zu versenken
  • Shell setzt trotz der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko auch in Zukunft auf Tiefseebohrungen
Aber keine Sorge, bei Shell sind die Strände noch schön weiß:

Auch vor Brasiliens Küsten wird verstärkt gebohrt (Video: Shell @ Youtube)

Mehr (S)hell auf dem Suttnerblog:

> Shell: Blut im Tank
> Powered by Shell: die etwas andere Ölpest

Freitag, 2. Juli 2010

Vattenfall geht baden.

Gestern fand im Hamburger Alsterpavillon die „Vattenfall Business Media Night“ statt, ein Fest für geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien. Und weil es ärgerlich ist, dass Vattenfall mehr Geld in die Werbung steckt, als in erneuerbare Energien, nutzte die Initiative „Moorburgtrasse stoppen!“ die Gelegenheit für eine Protestaktion. Da ich nebenan mein Brot verdiene, konnte ich mir dieses Ereignis aus der Nähe ansehen. Ein Bericht.

Ein angemessener Empfang für schwarz-grüne Politiker

Für manche wurde der Gang über den roten Teppich zum Spießrutenlauf

Der ehemalige Vattenfall-Chef Braunkohlen-Josef“ sucht den Dialog mit Passanten

Die Stars am roten Teppich waren die Umweltaktivisten

Als ich vor dem festlich geschmückten Alsterpavillon ankomme, ist die Aktion schon in vollem Gange. Zahlreiche Passanten scharen sich um den ehemaligen Vattenfall Chef Lars Josefsson, der die verfehlte Energiepolitik seines ehemaligen Arbeitgebers anprangert. Schwarzgewandete Damen heißen die geladenen Gäste mit dem Menü für den Abend willkommen. Doch statt Kaviar und Hummer steht eine wenig schmackhafte Kritik am Gastgeber auf der Speisekarte.

Der Empfang hätte angenehmer sein können für die Top-Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Medien, viele der graumelierten Herren und goldbehangenen Damen laufen geradezu im Stechschritt über den roten Teppich. Kein Wunder, schließlich bleiben die meisten Passanten stehen, um den Ausführungen der Aktivisten zu lauschen. Es wird viel gelacht und fotografiert. Vermutlich ist die Stimmung vor dem Alsterpavillon besser als darin.

Nach einer Dreiviertelstunde erscheinen zwei Polizisten, gespannt stelle ich mich daneben. Freundlich bitten die beiden um Auflösung der Demonstration, aber keine Eile, es komme ja auf fünf Minuten nicht an. Der eine nimmt noch einen Flyer mit. Die Aktion scheint beendet, die Partygäste erholen sich vermutlich gerade bei Sekt auf Eis von dem beschämenden Empfang, da ertönen von der Binnenalster her mehrerer Vuvuzelas.

Von dem Sonnendeck aus bietet sich Vattenfalls Gästen ein skurriles Bild: In der Binnenalster schwimmt eine Gruppe lärmender Umweltaktivisten und spielt mit einer aufblasbaren Weltkugel Wasserball. Auch die Besucher des bis zum letzten Platz gefüllten Eiscafes haben perfekte Sicht auf das Spektakel. Am Ufer sorgen zwei Demonstranten mit einem großen Transparent dafür, dass ihre Botschaft auch die Freunde kalter Köstlichkeiten erreicht: Vattenfall feiert, das Klima geht baden!

Eine wirklich erfrischende Protestform

Für die Dekoration zeichnete die Initiative „Moorburgtrasse stoppen! verantwortlich


Wenn Vattenfall so weiter macht, steht das Wasser uns bald allen bis zum Hals