Donnerstag, 16. Dezember 2010

Rettet Geld die Welt?

Hurra – wir quetschen unseren Planeten aus bis zum letzten Tropfen! Was nicht rentabel ist, wird rentabel gemacht. Ob Sumpfgebiet oder Korallenriff, das Geld liegt neben der Straße, wer nicht zugreift, ist selbst schuld.

Doch was, wenn der Erhalt der Regenwälder unterm Strich lukrativer wäre als ihre Zerstörung? Wenn der Schutz der Ozeane ein größere Rendite verspräche als ihre Verschmutzung? Wenn nachhaltige Fischerei mehr einbrächte als Überfischung?


Dann hätte Nachhaltigkeit endlich einen Wert, den sogar Politik und Wirtschaft verstehen: einen finanziellen. Das ist keine romantische Vorstellung von dem Ende unseres ökologischen Suizids. Aber die wohl aussichtsreichste.


Tatsächlich erschien im Oktober der letzte Teil einer Studie, die Wege aufweist, den Wert der Natur zu beziffern. Veröffentlicht wurde sie vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen und Pavan Sukhdev, einem Ökonomen der Deutschen Bank, deren Praktiken mich für gewöhnlich despektierlich stimmen.


Am rentabelsten ist laut „The Economics of Ecosystems & Biodiversity“ der Waldschutz. Eine Halbierung der weltweiten Abholzung bis 2030 brächte Ersparnisse von bis zu 3,7 Billionen Dollar, resultierend aus dergestalt verhinderten Klimakatastrophen wie Dürren, Bränden oder Sturmfluten.


Die knapp 20 Seiten lassen sich leicht lesen, zumal das Thema wirklich sehr interessant ist. Für die Generation YouTube veranschaulicht dieser Film die Idee in netten Kinetic Type Animationen:



Grünes Geld (Video: Natural Capital Project; via the future is green)

> Beim Environment News Service findet ihr eine gute Zusammenfassung der TEEB-Studie

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen