Dienstag, 12. Oktober 2010

Tigerland ist abgebrannt.

Die besten WWF-Spots schreibt leider das Leben (Video: WWF @ YouTube)

Mein bisher schönster Urlaub war zugleich auch der deprimierendste. Die Reise durch den malaysischen Teil von Borneo ist eine Reise von einem Nationalpark zum nächsten, dazwischen erstrecken sich schier endlose Plantagen. Wer ein Stück Land sein Eigen nennt, pflanzt dort Ölpalmen – keine Insel ist zu klein, kein Berg zu hoch.

Für unsere Industrie ist Palmöl ein günstiger, endlos verfügbarer Rohstoff, für die Menschen in den Erzeugerländern eine sichere Einnahmequelle. So macht es Sinn, dass jeder freie Quadratzentimeter zum Anbau herhalten muss. Leider betrifft das auch ausgewiesene Schutzgebiete, und hier hört der Spaß auf.

Dass sich Umweltschutzorganisationen kostspielige Patrouillen durch den Regenwald leisten, hat einen Grund: Viele Konzerne stehen über den Gesetzen. Ein Paradebeispiel ist der indonesische Palmöl-Gigant Sinar Mas, der Greenpeace-Aktivisten, die in Riau auf Sumatra gegen illegale Rodungen protestierten,
des Landes verweisen lies.

Nun hat der WWF ein Video aus Riau veröffentlicht, in dem eine Kamerafalle für Tiger zum Zeugen illegaler Waldzerstörung wird. Dass Unternehmen wie Burger King, Unilever, Kraft und Nestlé nicht mehr mit solchen Machenschaften in Verbindung gebracht werden wollen,
ist ein großer Erfolg, der Weg zum Erhalt der Regenwälder indes noch weit.

In diesem
Webspecial des WWF erfahrt ihr mehr über die verbliebenen Tigerarten und könnt sogar ein Stück Tigerland kaufen:

Mit dem WWF spielend den Tiger retten: Webspecial „Tigerland

[update:] Auf diese WWF-Kampagne aus dem August/September wurde ich erst heute aufmerksam. So ein Projektor ist schon eine feine Sache:

Zeichnet die WWF-Petition für den Erhalt des Tigers auf www.3200-tiger.de

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