Donnerstag, 14. Oktober 2010

Schlechtes Klima in China.

Gestern in meinem Briefkasten: Post aus Tianjin (Danke Aiping und Bernd!)

Auf der Klimakonferenz in Tianjin haben sich China und die USA mal wieder gegenseitig den schwarzen Peter zugeschoben. Eine zentrale Rolle in diesem endlosen Streit spielt die Frage, wie sich die CO2-Emissionen einzelner Länder gerecht vergleichen lassen. Auch wir Deutschen können uns nicht hinter China und den USA verstecken: Es braucht nur den richtigen Blickwinkel, schon zählt Deutschland zu den größten CO2-Verursachern.


Addiert man die CO2-Emissionen eines Jahres, war China 2009 schlimmster Klimasünder – Tendenz stark steigend. Betrachtet man hingegen die CO2-Emissionen eines Jahres pro Kopf, rangierten die Chinesen 2007 weit hinter den Deutschen. Addiert man die CO2-Emissionen pro Kopf von 1751 bis 2009, ist China fast zu vernachlässigen, Großbritannien führt das Feld an, dicht gefolgt von den USA und Deutschland.


Ich denke, bei einem so vielfältigen Sachverhalt ist es nicht nur unmöglich, eine gerechte Lösung zu finden, sondern auch völlig verfehlt. Die Zeit, mit dem Finger auf andere zu zeigen, ist lange vorbei. Auf der Klimakonferenz COP-16 in Cancún sollte stattdessen jedes Land die globale Wende in der Klimapolitik vor der eigenen Haustüre beginnen.


In diesem Post beziehe ich mich auf folgende Informationsgrafiken:
>
CO2 pro Land 2009 (in %); CO2 pro Land 1751-2009 (in %) (PDF)
[1]
> CO2 pro Land 1751-2009 (in t/Kopf)
(PDF) [1]
> CO2 pro Land 1990 und 2007 (in t/Kopf)
[2]
(Quellen:
[1] James E. Hansen, [2] de.statista.com)

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