Sonntag, 8. August 2010

1.750 Meter unter dem Mittelmeer: BP bohrt nach.

Nichts als Lügen – BP setzt alles auf Schwarz (Screenshot: Campact)

Fast eine Milliarde Liter Rohöl hat BP in den Golf von Mexiko laufen lassen. Die Folgen sind noch nicht einmal abzuschätzen, da setzt der Konzern schon zur nächsten Bohrung an, 1.750 Meter unter dem Meeresspiegel, 250 Meter tiefer als bei der havarierten Deepwater Horizon. Wer ernsthaft geglaubt hat, BP hätte gelernt, der weiß es jetzt besser.

Die wohl riskanteste Tiefseebohrung aller Zeiten beginnt dieser Tage vor Libyen. Nach Angaben der UN ist das Land auf die Folgen einer Ölpest schlechter vorbereitet, als es die USA waren. Doch für Libyen geht es um viel Geld, möglicherweise auch um mehr. BP vor der eigenen Küste bohren lassen? 900 Millionen US-Dollar. Den Landsmann und Massenmörder Abdel Basset Ali al-Megrahi freipressen? Unbezahlbar.

Megrahi verbüsste wegen eines Flugzeugattentats mit 270 Toten eine lebenslange Haftstrafe in Schottland. Dafür, dass er zeitgleich mit der Vergabe der Bohrrechte frei kam, machen demokratische US-Senatoren BP verantwortlich, einen Film über diese Anschuldigungen findet ihr weiter unten. Ob sie berechtigt sind, kann ich nicht beurteilen. Aber eines weiß ich: BP muss gestoppt werden!

Unterstützt Campacts Online-Petition an den Vorsitzenden von BP Deutschland:

> Zur Campact Petition „BP-Ölbohrung im Mittelmeer stoppen“

Einen entsprechenden Appell an die Geschäftsführungen und Vorstände der deutschen Mineralöl-Firmen könnt ihr bei Greenpeace unterzeichnen:

> Zur Greenpeace Petition „Raus aus der Tiefsee“

Befreite BP einen Massenmörder? (Video: Senator Menendez @ YouTube)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen