Donnerstag, 29. Juli 2010

Tierleid to go.

Sonntagsbraten. Dieses banale Wort zeugt von einer Zeit, in der Fleisch nichts alltägliches, sondern Luxus war. Das gilt heute höchstens noch für Steak oder Lamm, denn durch den fortwährenden Preiskampf der Discounter ist auch ein Tierleben immer weniger wert. Die Folge davon sind Fleischfabriken wie zum Beispiel in Wietze bei Celle, wo mit EU-Fördergeldern von 6,5 Millionen Euro eine beispiellose Tötungsmaschinerie entsteht.

Aktuell werden in Deutschland jedes Jahr rund 400 Millionen Masthühner produziert. Das muss man wissen, um die Dimension der in Wietze geplanten Schlachtfabrik zu begreifen.
134,7 Millionen Hühner sollen dort pro Jahr sterben, 2,59 Millionen pro Woche, 27.000 pro Stunde, 7,5 in der Sekunde.

Dass die industrielle Tierhaltung weltweit 18 Prozent der klimaschädlichen Treibhausgase verursacht und massiv den Klimawandel vorantreibt, tritt bei solchen Bildern in den Hintergrund:

Der Preis für den günstigen Preis (Video: Tierschutzbilder.de)

Seit dem 24. Mai besetzen Tierschützer den Acker
in Wietzen, auf dem von unseren Steuergeldern Europas größter Geflügelschlachthof gebaut werden soll. Vom 31. Juli bis zum 8. August veranstalten sie dort eine Vernetzungswoche mit Workshops, Vorträgen und Konzerten. Aktuelle Informationen, idyllische Fotos vom Camp und eine Kontonummer für Spenden findet ihr auf dem Aktions-Blog der Tierschützer.

(Quellen: celleheute.de; theintelligence.de; de.indymedia.org)

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