Sonntag, 4. Juli 2010

Shell bohrt das eigene Image auf.

Es stimmt mich wütend, dass ein Mensch und Umwelt verachtendes Unternehmen wie Shell nun mit dem Finger auf BP zeigt. Aber dass der Konzern sich mit einer breit angelegten Image-Kampagne selbst auf die Schulter klopft, ist einfach unerträglich. Shell und BP – trotz gründlicher Recherche weiß ich nicht, welches das skrupellosere Pack ist.

Hier nur drei Fakten über Shell:
  • Shell hat das Nigerdelta und damit die Lebensgrundlage eines ganzen Volkes zerstört und verantwortet gemeinsam mit der nigerianischen Militärdiktatur hunderte Tote
  • Shell hat erst nach massiven Protesten durch Greenpeace darauf verzichtet, die ausgediente Ölplattform „Brent Spar“ einfach im Atlantik zu versenken
  • Shell setzt trotz der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko auch in Zukunft auf Tiefseebohrungen
Aber keine Sorge, bei Shell sind die Strände noch schön weiß:

Auch vor Brasiliens Küsten wird verstärkt gebohrt (Video: Shell @ Youtube)

Mehr (S)hell auf dem Suttnerblog:

> Shell: Blut im Tank
> Powered by Shell: die etwas andere Ölpest

Kommentare:

  1. naja, Brent Spar würde ich Shell nicht mehr vorwerfen - das ist schon so lange her.
    aber bei dem ganzen Schmuddelkram weiß man gar nicht wen man zuerst boykottieren soll *soifz* letztlich scheint es mir eh nix zu bringen; weil man ein Übel einfach durch ein anderes austauscht...

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  2. Das Problem ist doch, dass Shell sich seit der Brent Spar keinen Deut gebessert hat. Im Gegenteil: Shells Vorgehen in Nigeria ist schlichtweg kriminell.

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