Donnerstag, 10. Juni 2010

Eco-Fashion ist Ansichtssache.

Oft lese ich von „Eco-Fashion“ und wundere mich. Wird die Wegwerfmode von H&M zur Eco-Fashion, weil sie aus Ökobaumwolle besteht? Ist es Eco-Fashion, wenn KiK die Ware ohne Flugzeug vom Sweatshop zum Wühltisch schafft?

Es läge mir fern, derartiges Engagement zu verurteilen. Ich selbst verstehe unter Eco-Fashion aber zeitlose, hochqualitative Mode, die ein Leben lang hält. Mehr als die öden Ökoambitionen großer Konzerne interessieren mich daher kreative Upcycling-Konzepte, von denen ich zwei vorstellen möchte:

Glove Love.

Ich weiß nicht, ob ich schon mal einen einzelnen Handschuh weggeworfen habe. Aber ich habe große Lust, mir für diesen Winter einzelne Handschuhe zu kaufen. Und zwar zwei davon. Im Online-Shop von Do The Green Thing finden alte Single-Handschuhe einen neuen Partner – und frisch gewaschen und mit schickem Logo versehen schnell auch zwei neue Hände.


> Zum Do The Green Thing Glove Love Shop


Glove, glove, glove! (Video: dothegreenthing @ YouTube
)

Woolfiller.
Diese Erfindung der Niederländische Designerin Heleen Klopper macht aus löchrigen Klamotten schmucke Unikate. 2009 überzeugte ihre einfache Idee die Jury des DOEN | Materiaalprijs. 2010 dürfte für ihre Woolfiller ein eher schwieriges Jahr werden – ich wurde jedenfalls kürzlich beim Versuch, eine Hose ohne Löcher zu erwerben, schamlos von den Verkäufern ausgelacht.

> Zur Internetseite von Woolfiller


Endlich Schluss mit der Loch-Mode (woolfiller @ YouTube; via dothegreenthing)

1 Kommentar:

  1. ist halt kein geschützter Begriff, genauso wie "umweltfreundlich" oder "klimaneutral"...

    ich hätte ja gerne ein siegel für öko-klamotten, so wie es das für lebensmittel gibt.

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