Dienstag, 18. Mai 2010

Powered by Shell: die etwas andere Ölpest.

Der Ölabbau in Nigeria lief für Shell wie geschmiert (Video: HumanTV @ Youtube)

An den Ölquellen im Nigerdelta hat Shell seit den Sechzigerjahren geschätzte 600 Milliarden US-Dollar verdient. Ohne Rücksicht auf Mensch und Umwelt: Gemeinsam mit der Militärdiktatur wurden Demonstranten hingerichtet, nach einem dreizehnjährigen Rechtsstreit musste Shell den Hinterbliebenen 2009 15,5 Millionen US-Dollar zahlen.
Jahrzehntelang wurden durch Öl und illegal abgefackeltes Gas Ackerland, Trinkwasser und Fischgründe verseucht. Ich weiß jedenfalls, bei welcher Tankstelle ich kein Bier mehr kaufe.

Mittlerweile hat der Konzern dem öffentlichen Druck nachgegeben: Auf einer extra eingerichteten Internetseite entschuldigt sich Shell bei den Nigerianern, gelobt Wiedergutmachung – und vekündet im selben Atemzug die Investition in eine massive Werbekampagne, um das eigene Image wieder aufzupolieren. Naja. (Quellen: de.wikipedia.org, en.wikipedia.org)

Weitere Informationen zu diesem Thema findet Ihr auf der Aktions-Plattform von Amnesty International Protect The Human.

Kommentare:

  1. Moin Benso, wo Rohstoffe sind, sind die Herren zur Stelle. Bin gespannt wie es in den USA weiter geht. Aber im Grunde kennt man die Antwort, es wird sauber unter den Ölteppich gekärchert. Und die Zeit wird ihr übriges tun. Konsul

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  2. ja guten Tach auch,

    zuerst war ich ja wirklich stutzig wegen der 'Shell apologises' Seite, aber dann ist mir doch irgendwann aufgefallen, dass es ein weiterer sehr gelungener "Streich" der Yes Man war. Schau mal hier und hier, oder such bei Google danach. Shell hat sich leider noch nicht zu dem Ganzen geäußert. Eine wirkliche Entschuldigung wird man wohl bei einem Konzern wie Shell vergeblich erwarten können.

    Gruß

    Jan

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