Mittwoch, 28. April 2010

Wer nicht hören will, muss fühlen.

Wer nicht hören will, muss fühlen. Mehr fällt mir zur Palmöl-Misere von Nestlé nicht ein. „Was?“ höre ich den kritischen Leser entsetzt aufschreien. „Das fettige Fruchtfleisch befindet sich genauso in Biodiesel und Kosmetikprodukten. Warum stellt Greenpeace ausgerechnet Nestlé an den Pranger?“ Manch einer mutmaßt gar, die Umweltorganisation werde von der Konkurrenz dafür bezahlt, Nestlé zu schaden.

Die Vergangenheit straft derlei Reden Lügen. Denn schon
2008 attackierte Greenpeace einen anderen Palmöl-Sünder. Und zwar Dove, eine Pflegeserie des Uniliver-Imperiums, welches mit Fug und Recht als Konkurrent von Nestlé bezeichnet werden darf. Genau wie aktuell bei Kit Kat wurde auch damals ein Werbefilm persifliert. Doch im Gegensatz zu Nestlé hatte Unilever nach zehn Tagen ein Einsehen.

Das Ende vom Lied? Dove trägt eine Weste weißer als die eigene Schmiere, während es Nestlé an den schmutzigen Kragen geht. Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Hier noch ein schönes Zitat von Greenpeace UK nach dem Einlenken von Unilever im Mai 2008:

If others in the palm oil industry are smart, they'll follow Unilever's lead. There's no excuse for wasting time now, so any industry slow-learners could be our next campaign target. (Quelle: greenpeace.org)
Wie gesagt: Wer nicht hören will, muss fühlen.

Greenpeace-Film gegen Ex-Palmöl-Sünder Unilver von 2008; 1,2 Mio. Aufrufe
(Video:
GreenpeaceVideo @ Youtube)

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