Samstag, 17. April 2010

Nestlé: Satte Protest-Dividende.

Seit genau einem Monat fährt Greenpeace eine Kampagne gegen die indirekte Zerstörung indonesischer Regenwälder durch Nestlé. Über 1,3 Millionen Internetnutzer haben das Kit Kat Video der Umweltorganisation gesehen, mehr als 200.000 Protest E-Mails wurden an Nestlé versendet: Bei den Konsumenten ist die Botschaft angekommen.

Am Donnerstag richtete sich Greenpeace nun an Menschen, die das Handeln von Nestlé auf anderer Ebene beinflussen können, als wir Kunden: die Aktionäre. Und zwar auf deren Hauptversammlung 2010 in Vevey (bei Lausanne). Die 2.570 anwesenden Aktionäre repräsentierten knapp 35 % des Firmenkapitals und haben damit einen wesentlich höheren Einfluss auf die Konzernpolitik als ein paar hunderttausend potentielle Kunden.
(Quelle: nestle.com)


In Deutschland installierte Greenpeace zeitgleich eine Leinwand vor der Konzernzentrale in Frankfurt, auf der in Echtzeit alle Tweets mit #nestle angezeigt wurden. Klar, dass ich die Gelegenheit gerne genutzt habe, um Nestlé meine ungeschönte Meinung an die Hauswand zu feuern. Ich war nicht der einzige: Trotz der Ereignisse in Afghanistan und des Vulkanausbruchs auf Island schaffte es das Thema in den Twitter-Trends auf Platz zwei!

Inzwischen sind von beiden Aktionen Videos online:

2.570 Nestlé-Aktionäre. 35 % des Konzern-Kapitals. Und eine Handvoll Affen (Video: GreenpeaceCH @ Youtube)

Auch meine Verunglimfungen musste das Nestlé-Management in Frankurt am Donnerstag ertragen (Video: GreenpeaceDE @ Youtube)

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