Samstag, 6. März 2010

Bei Anruf Klimawandel.

Man kann mich wohl nicht zu den Liebhabern des Telefonierens zählen. Prepaid-Karten halten bei mir ein gefühltes Jahr. Riefe nicht alle paar Wochen meine Mutter an, ich hätte mein Festnetz schon lange gekündigt. Als Telekom-Opfer und Alice-Geschädigter hatte ich die Hoffnung, es könne wenigstens so etwas wie ein geringeres Übel geben, längst beerdigt: Das Internet kommt aus der Wand, gezahlt wird monatlich, fertig.

Letzten Endes wäre mir die Genugtuung, mich für mehrere Wochen ohne Telefon, eine instabile Internetverbindung und einen miserablen Service zu rächen, die Torturen eines weiteren Anbieterwechsels wert. Aber käme ich nicht wieder vom Regen in die Traufe? Möglicherweise nein. Denn seit Februar 2010 bietet die TeleSon-Tochter greenDSL Deutschlands ersten klimaneutralen DSL- und Telefonanschluss an.
Das ganzheitliche Geschäftsmodell klingt vielversprechend:

Anschluss.
  • möglichst energieeffizienter Betrieb
  • Nutzung von Ökostrom (Lichtblick)
  • Ausgleich unvermeidbarer CO2-Emissionen durch Klimaschutzzertifikate anhand eines von myclimate ermittelten CO2-Fußabdrucks
Router.
  • 15 % weniger Energieverbrauch durch Eco-Mode
  • WLAN per Knopfdruck abschaltbar
  • kurze Transportwege durch Fertigung in Deutschland
  • Recycling der alten Geräte
Versand.
  • neutralisiert durch Klimaschutzzertifikate
  • Recyclingkarton ohne Füllmaterialien aus Plastik
Unternehmens-Website.
Sonstiges Engagement.
  • 1 Euro pro Kunde und Monat geht an Umweltschutzprojekte wie die Wiederaufforstung in Guatemala
Hier wurde wirklich an alles gedacht. Und während die Konkurrenz Millionen ausgibt, um mich mit Beckenbauer und Paul Potts zu quälen, fließt bei greenDSL ganz offensichtlich alles Geld ins Produkt und keines in die Werbung. Beweis gefällig? Hier bestellt sich zum Beispiel ein Pferd per greenDSL eine Decke:


WTF??? (Video: greenDSL @ Youtube)

greenDSL: websiteyoutubetwitter

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen