Donnerstag, 18. März 2010

Affentheater bei Nestlé.

Der neue Werbefilm von Greenpeace ist kein dramaturgisches Meisterwerk, doch sein Ziel hat er erreicht: Nach Unilever und Kraft kündigte heute auch Nestlé dem indonesischen Mischkonzern Sinar Mas die Zusammenarbeit!

Sinar Mas spielt eine traurige Voreiterrolle bei der Zerstörung der indonesischen Regenwälder, die aufgrund ihrer metertiefen Torfmoore und deren Bedeutung bei der Speicherung von CO2 als Grüne Lunge bezeichnet werden. Auf den gerodeten Flächen errichtet Sinar Mas dann Monokulturen, um die Gier der Lebensmittelindustrie nach billigem Palmöl zu stillen.

Als erste Reaktion auf die berechtigten Vorwürfe von Greenpeace kam Nestlé gestern auf die schlaue Idee, den Spot von Youtube löschen zu lassen. Ein Griff ins Klo, den das Unternehmen heute mit der einzig angemessenen Reaktion korrigiert hat. Gratulation an Greenpeace und – besser spät als nie – an Nestlé. Vielleicht kommen die Schweizer jetzt endlich mal in Schweiß und verkaufen ihr Fair Trade Kit Kat auch in Deutschland!

(via greenpeace.de und nerdcore.de)

Oft zerstören wir die Umwelt, ohne es zu merken (Video: greenpeace.uk)

[update:] Laut Greenpeace will Nestlé seine Lieferverträge mit Sinar Mas erst 2015 kündigen, das indonesische Palmöl wird der Konzern danach vermutlich über Unterhändler weiter beziehen. Nestlé-Produkte bleiben also ein Tuch so rot wie das Orang Utan Blut, das daran klebt. Schade eigentlich.

Mit einer Unterschrift bei Greenpeace könnt ihr gegen die indirekte Zerstörung des Regenwaldes durch Nestlé protestieren!

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