Sonntag, 24. Januar 2010

Moorburgtrasse: Widerstand im Lunapark.

Grüne Umweltpolitik in Altona: lieber 400 gefällte Bäume als ein Verkehrschaos auf der Holstenstraße (Fotos vom Lunapark: Initiative „Moorburgtrasse stoppen!)

Immer mehr Bürger wehren sich gegen die grundlose Zerstörung ihrer Parks

Ohne Vorankündigung sollten in Hamburg-Altona 1,8 Kilometer Parks zerstört werden, die Baumbesetzer im Gählerpark haben das Thema deutschlandweit in die Presse gebracht. Nun formiert sich auch im von 26 Rodungen bedrohten Gebiet rund um den Lunapark kreativer Widerstand: eine Anwohnerin hat die ansässigen Baum- und Vogelarten bestimmt und den Park, als wichtiges innerstädtisches Biotop, zur Schutzzone erklärt.

Wenn ich ehrlich bin, war der Suttnerpark vor meinem Balkon für mich immer nur eine Grünfläche. Sicher habe ich den Blick auf die Bäume genossen, mich über Eichhörnchen, Specht und Eichelhäher gefreut. Aber ob die Tiere nun auf einer Buche oder einer Eiche balzten, interessierte mich wenig. Park war Park, Hauptsache Bäume. Deswegen finde ich die Idee, die enorme Artenvielfalt zu dokumentieren, so einfach wie genial: Gib den Dingen einen Namen und aus einem Park wird ein Biotop.

Diese Aktion beweist, dass man nicht bei Minusgraden auf einem Baum leben muss, um etwas zu bewegen. Da die Informationsschreiben von Vattenfall spärlich versendet wurden, wussten viele Anwohner nicht, dass die Uhr für den Lunapark tickt. Jetzt wächst auch in Altona-Nord eine breite Front gegen die skandalöse Umweltpolitik der Behörde für Umwelt und Stadtentwicklung.

Feiert gemeinsam mit den Anwohnern und der Initiative „Moorburgtrasse stoppen!
die Eröffnung der Mewaluki-Schutzzone (benannt nach Memelandallee, Waidmannstraße, Lunapark und Kielerstraße).

Eröffnung der Mewaluki-Schutzzone am Lunapark:
  • am 31 Januar 2010
  • von 14:00 bis 17:00
  • es gibt Suppe, Kuchen, Glühwein und Musik
  • und Informationen zu Moorburgtrasse und KKW Hamburg-Moorburg
Weitere Informationen zum Trassenverlauf auf dem Suttnerblog:
> Moorburgtrasse durch Altona: neue Fakten.

[update:] Gernot Knödler von der tageszeitung war bei der Eröffnung der Schutzzone am Lunapark und hat dort mit Initiatorin
Heike Breitenfeld gesprochen:
> Vattenfall gesprächsbereit

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