Mittwoch, 20. Januar 2010

Moorburgtrasse: BUND legt Beschwerde ein.

Gnadenfrist für unsere Parks: Die Ausschreibung für die Rodungen ist noch nicht abgeschlossen (Foto Lunapark: Initiative „Moorburgtrasse stoppen!“)

Letzte Woche hat das Verwaltungsgericht Hamburg die Klage des BUND gegen den Bau der Moorburgtrasse zurückgewiesen: Ein 1,5 Kilometer langer Graben durch öffentliche Grünflächen und die Rodung von 397 Bäumen seien ohne Beteiligung von Anwohnern und Umweltverbänden möglich, eine Klage dagegen unzulässig.

Indes beanstandet der Naturschutzrat, der die verantwortliche Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg (BSU) in Umweltfragen berät, die Erteilung der Baugenehmigung. Hier ein Auszug aus der Stellungname des Vorsitzenden Dr. Reinmar Grimm:
Umweltpolitisch gesehen ist es einfach nicht zu akzeptieren, dass […] „die Vermeidung eines Verkehrschaos auf der Holstenstraße“ einen höheren Stellenwert haben soll als die Erhaltung eines Grünzuges! (Quelle: Stellungname des Naturschutzrates Hamburg vom 15.01.2010)
Selbst die engsten umweltpolitischen Berater der BSU halten den Verlauf der Moorburgtrasse durch den Grünzug Atlona für skandalös!

Erfreulicherweise hat der BUND nach gründlicher Prüfung der Klagebegründung beschlossen, Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht einzulegen. Kein Wunder, schließlich ist das Urteil des Verwaltungsgerichts ein schlimmer Rückschlag für die Einbeziehung von Bürgern und Verbänden bei Fragen des örtlichen Umweltschutzes – nicht nur in Hamburg.

Hier könnt ihr für die Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht spenden:

BUND Hamburg
Kontonummer: 1230 122 226
Bankleitzahl: 200 505 50
Verwendungszweck: Trasse

> Und hier geht’s zur BUND Online-Spende

Das Geld wird ausschließlich für die Beschwerde verwendet, überschüssiges Geld zurückgezahlt. Wenn ihr eine Spendenbescheinigung benötigt, vermerkt bitte euren vollständigen Namen und Adresse bei „Verwendungszweck“.

[update:] Heute wurde auch die offizielle Pressemitteilung des BUND zur Beschwerde beim OVG
veröffentlicht.

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