Montag, 18. Januar 2010

Lungenamputation.

Die Vernichtung der letzten Regenwälder und mit ihnen zahlreicher Tier- und Pflanzenarten galt lange als Luxusproblem. Heute macht die globale Erwärmung diese grünen Lungen unseres Planeten zu einem wichtigen Instrument der Klimapolitik. Dass beispielsweise Indonesien nach den USA und China weltweit die meisten CO2-Emissionen verantwortet, liegt daran, dass Konzerne wie Sinar Mars dort den Regenwald niederbrennen, um Palmölplantagen zu pflanzen – für Schokoriegel, Katzenfutter, Hautcreme.

Schon eine Verlangsamung dieser Zerstörung bedeutet eine Reduktion der CO2-Emissionen. Indonesien will auf diesem Wege seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2020 gegenüber 1990 um 26 % reduzieren, Brasilien sogar um 36 %. Hehre Ziele, für die irgendwer bezahlen muss: Die Millionen der Palmölindustrie lassen sich nicht durch warme Worte ausgleichen.

Daher macht es unbedingt Sinn, Organisationen wie den WWF beim Kampf um neue Schutzgebiete am Amazonas zu unterstützen. Denn die Folgen der Abholzung sind ebenso global wie die Konzerne, die dafür verantwortlich zeichnen. Dieser aktuelle Werbefilm von Greenpeace Schweiz veranschaulicht das unglaubliche Tempo der Zerstörung auf erschreckend schöne Weise:

Hervorragende Metapher, toller Spot (Video: GreenpeaceCH @ Youtube)

Noch mehr Baumkuscheln auf dem Suttnerblog:
> Mit IKEA verbrennt ihr mehr als nur Teelichter.
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> Wie wir den Regenwald aufessen.

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