Montag, 25. Januar 2010

Das Auto. Der Wald. Und der Airbus.

Dass ich mich seit einigen Monaten mit Umweltthemen beschäftige und darüber schreibe, hat persönliche Gründe: Man rodet mir den Park vor der Nase weg, das will ich nicht hinnehmen. Doch so sehr mich Vattenfall und die Fällung von knapp 400 Bäumen hier in Hamburg ärgern, verglichen mit den forstwirtschaftlichen Aktivitäten von Volkswagen ist das nichts. Der Konzern initiierte im Querumer Forst, einem 90 Hektar großen Waldstück am Regionalflughafen Braunschweig, die Fällung von 60.000 Bäumen. Warum?

Volkswagen wünscht sich eine längere Landebahn!

Verständlicherweise, schließlich steht der der firmeneigene Airbus 319 (2.600 Liter Kerosin pro Stunde) zurzeit am 60 km entfernten Flughafen Hannover. Also müssen sich die VW-Manager vor jedem Langstreckenflug in eines ihrer eigenen Autos setzen, das nervt, und darum nerven auch die 90 Hektar Vogelschutzgebiet, die diesen Umstand verantworten. Mich nervt, dass sich mit Geld in unserer Musterdemokratie scheinbar alles kaufen lässt.

> Der NABU kämpft seit Jahren gegen den Ausbau des Flughafens
> Und auch Robin Wood engagiert sich für den Querumer Forst

Im Januar begann bei Braunschweig die Rodung von 60.000 Bäumen für VW
(Bild:
RobinWood)

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