Mittwoch, 2. Dezember 2009

Game over für Stromfresser.

Für mich als Kriegsdienst- und Fernsehverweigerer gibt es nach Feierabend wenig Schöneres, als bei einem kühlen Glas Bier gegen Zombies, Aliens oder auch fliegende Schildkröten zu kämpfen. Leider haben Videospiele nicht gerade den ökologischen Anspruch einer BRIO-Bahn. Und während LCD- und LED-Fernseher den Energiebedarf ihrer hungrigen Vorfahren deutlich unterbieten, erinnert die Stromgier sogenannter Next-Gen-Videospielkonsolen eher an die düsteren Tage von FCKW-Kühlschränken der Energieeffizienzklasse Doppel-D.

Doch was viel ärgerlicher ist: Während sich selbst das heißeste Pixelgefecht irgendwann gen Ende neigt, zocken Wii, Xbox 360 und PlayStation 3 munter weiter. Und zwar euren Strom, 365 Tage im Jahr, 24/7. Laut einer Studie des National Resources Defense Council (NRDC) verschwenden Videospielsysteme in den USA selbst im Standby-Betrieb Strom im Wert von einer Milliarde US-Dollar pro Jahr.

Noch teurer ist es, wenn das Gerät nicht vollständig abgeschaltet wird. Denn dann kostet beispielsweise eine PS3 bei drei Stunden täglicher Nutzung statt ca. 36,00 € pro Jahr fast das Achtfache, knapp 281,00 €. Die Studie des NRDC ist ein Jahre alt, Besserung nicht in Sicht. Zwar verbraucht die kürzlich erschienene PS3 Slim im Bereitschaftsmodus mit 85 Watt nur die Hälfte ihres Vorgängermodells. Doch das entspricht etwa dem Wert der neuesten Xbox und ist immer noch viel Strom für gar nichts.

Zum Glück gibt es für rund 12 Euro eine Steckdosenleiste, damit habt ihr nur einen An- und Ausschalter fürs ganze Heimkino und spart dabei gutes Geld und CO2-Emissionen.

> Bei eurogamer.net findet ihr die Verbrauchswerte der Next-Gen-Konsolen
(Tabelle unten)

Vampire Energy: Diese Geldverschwendung erwischt euch im Schlaf (Video: GOOD @ Youtube)

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