Donnerstag, 12. November 2009

Wie wir den Regenwald aufessen.




Meidet Produkte mit indonesischem Palmöl (Grafik: greenthefilm.com)

Alle Marken, die ihr hier seht, sind mitverantwortlich für die Vernichtung einer Regenwaldfläche doppelt so groß wie Deutschland. So viel wurde in Indonesien seit 1950 gefällt, um der ständig wachsenden Gier nach billigem Palmöl gerecht zu werden: für Schokoriegel von Kit Kat oder Katzenfutter von Whiskas.

Diese Rodungen, laut WWF zurzeit etwa 190 Fußballfelder pro Stunde, machen Indonesien zum drittgrößten Verursacher von Treibhausgasen nach den USA und China. Immerhin binden die indonesischen Regenwälder
mit ihren bis zu 20 Meter tiefen Torfböden mehr CO2 als jeder andere Urwald – CO2, von dem mit jedem gefälltem Baum mehr in unsere Atmosphäre gelangt.

Um diesem Wahnsinn Einhalt zu gebieten, haben sich heute Aktivisten des Greenpeace Wald- und Klimacamps auf Sumatra an Bagger des Papierherstellers April gekettet. Auf dem Blog von Greenpeace Deutschland berichtet Corinna Hölzel regelmäßig über ihre Arbeit in Indonesien.

Auf Flickr findet ihr Fotos von Wald- und Klimacamp in Indonesien.

Greenpeace Aktivistin Corinna Hölzel auf Sumatra (Video: Greenpeace.de)

[update:] Greenpeace Deutschland vermeldet erste Erfolge aus Indonesien: Der finnische Papierkonzern UPM-Kymmene beendet die Zusammenarbeit mit April.

[update II:] Im Greenpeace Klimacamp geht es hoch her: Mehrere hundert Anwohner haben eine Räumung durch die Polizei verhindert.

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