Montag, 30. November 2009

Energie sparen in Zeiten wie diesen.

Mein Chef gehört zum Glück nicht zu den furchtbaren Menschen, die wegen der Finanzkrise jeden Satz mit „In Zeiten wie diesen“ beginnen. Trotzdem dreht er jeden Pfennig zweimal um. Fast jeden Pfennig.

Die Firma, in der ich arbeite, besitzt über 100 Computerarbeitsplätze. Wie wir jedes Jahr fast 2.000 Euro sparen könnten, ohne dafür Matze rauszuschmeißen, habe ich mir am Wochenende schöngerechnet:

Unsere rund 100 Computer und Bildschirme sind mindestens 68 % des Jahres ausgeschaltet, verbrauchen aber trotzdem Strom. Bei einem Nährwert von 8,4 Wh pro ausgeschalteter Einheit
[1] und einem Arbeitspreis von 22 Cent/kWh, ergeben sich daraus Kosten von 1.108,80 € pro Jahr.

1.108,80 € pro Jahr für 100 ausgeschaltete Computer mit Bildschirm.

Aber es kommt noch besser: Viele Mitarbeiter lassen nachts ihre Monitore an. Und während ein ausgeschalteter Monitor nur rund 1,4 Watt verbraucht
[1], sind es bei einem eingeschalteten locker 20 Watt.

Wenn nur jeder zweite Mitarbeiter seinen Monitor nie ausschaltet, erhöhen sich die jährlichen Kosten auf 1.874,40 €.


Eine Steckdosenleiste mit praktischem Trittschalter kostet rund 12 Euro. Für eine Investition von 1.200 Euro könnten wir erreichen, dass Computer und Monitore außerhalb der Bürozeiten keinen Strom verbrauchen. Das freut nicht nur die Buchhaltung:

Eine jährliche Ersparnis von 1.874,40 € vermeidet 5026,8 kg CO2
[2].

Und von dem gesparten Geld könnten wir jedes Jahr eine passable Party feiern oder es einfach spenden. Das wäre eine Überlegung wert.

PS Ich habe den Grundkurs Mathematik im Abitur mit lächerlichen 6 Punkten abgeschlossen und war noch stolz darauf. Außerdem weiß kein Mensch, wie viel Strom unsere Hardware tatsächlich verbraucht und zu welchen Konditionen wir unseren Strom beziehen. Aber dass sich Steckdosenleisten für eine Online-Agentur mit über 100 Mitarbeitern schnell bezahlt machen, dürfte deutlich geworden sein.


Quellen:
[1] 06/09 magnus.de [2] iwr.de

[update:] Eben empfahl mir ein Freund die EcoTopTen des Öko-Instituts e.V.. Alle dort vorgestellten Monitore haben im Schlafmodus einen ähnlich geringen Verbrauch wie ausgeschaltet. Vermutlich sind meine geschätzten 20 Watt pro Stunde bei „schlafenden“ Monitoren eher reißerisch und der tatsächliche Verbrauch liegt darunter. An meinem Beitrag ändert das nichts, außer dass ich euch jetzt auch die EcoTopTen ans Herz legen möchte.

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