Donnerstag, 5. November 2009

Atomenergie abgewählt.

Was genau die Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke bedeutet, ist noch unklar. Sicher ist eines: Ohne massiven Protest der Bevölkerung wird die Bundesregierung nicht einmal den marodesten Schrottmeiler vom Netz nehmen.

Eines der stärksten Sprachrohre für den einfachen Bürger ist das Atkivisten-Netzwerk Campact (Campaign & Action), dessen Forderung nach einem Ausstieg aus dem Ausstieg schon über 130.000 Menschen unterzeichnet haben.

Am 15. Oktober initiierte Campact eine Telefondemonstration und tausende Bürger legten die Leitungen von CDU/CSU und FDP lahm, um über Themen wie die ungelöste Endlagerung von Atommüll zu diskutieren. Mehr als 600 Kurzberichte dieser Telefonate könnt ihr nun online einsehen. Zum Beispiel von einem Anruf im Büro von Ministerpräsident Günther Öttinger (CDU):
Auf meine Frage, ob es denn dann nicht verantwortungsbewusst sei, die Atomkraftnutzung zu stoppen bis ein sicheres Endlager gefunden sei, verstand die freundliche Dame mich nicht mehr, der Empfang sei zu schlecht. Meine Bedenken versprach sie weiterzuleiten.
Die Berichte der Telefon-Demonstranten sind wirklich lesenswert. Auf der Internetseite von Campact findet ihr außerdem ein kurzes Fazit der Telefon-Demonstration, die Unterschriftensammlung für den Ausstieg aus dem Ausstieg und zahlreiche weitere Aktionen.

Wohin mit dem Atommüll? (Video: Campact)

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