Samstag, 31. Oktober 2009

Zahlen bitte!

Stellt euch vor, ihr raucht eine fette Zigarre nach der anderen und irgendein armer Penner in der dritten Welt bekommt davon Krebs. So ungefähr muss Angela Merkel sich gefühlt haben, als sie gestern ein Verhandlungsangebot über EU-Hilfen für die Entwicklungsländer blockiert hat. Immerhin ist sie Kanzlerin des Landes, dessen CO2-Ausstoß im Jahr 2007 fast so hoch war, wie der von ganz Afrika.

Und das ist das Problem: Wir Industrienationen verantworten 80 % der für den Klimawandel verantwortlichen Treibhausgase, die Folgen tragen andere:
  • Menschen in Afrika, deren verdorrende Heimat sie nicht mehr ernähren kann.
  • Menschen auf den Inseln im Südpazifik, die allesamt vor der Überflutung stehen.
  • Menschen in Bangladesch, die von Überschwemmungen und Trockenheit zugleich heimgesucht werden.
Aber solange Merkel und Konsorten ihren Arsch in wohltemperierten Berlin haben, wird sich an dieser Situation nichts ändern.


Was interessiert mich die dritte Welt? (Video: Peter Wedel für Germanwatch)

Statt den hundertsten Thriller zu lesen, empfehle ich euch die Lektüre der Greenpeace Studie
Klimaflüchtlinge – Die verleugnete Katastrophe. Dort erfahrt ihr auf 40 sehr spannenden Seiten, warum durch den Klimawandel bereits über 20 Millionen Menschen ihre Heimat verloren haben.

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