Mittwoch, 14. Oktober 2009

Danke EnBW: Reaktorschutz statt Klimaschutz.

Auf den Internetseiten großer Energiekonzerne weiß man gar nicht, wo man hinschauen soll: Alles ist voll mit Solaranlagen, Windrädern oder Elektroautos. Ein Umweltengagement, das mehr ist als eine Werbemaßnahme? Fehlanzeige. Dass sich daran nichts ändern wird, bevor das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet ist, demonstriert uns dieser Tage eindrucksvoll die EnBW:

Der Pannenreaktor Neckarwestheim 1 ist seit 1976 am Netz und wäre – so wollte es der von Rot-Grün beschlossene Atomausstieg – Mitte 2009 vom Netz gegangen. Dummerweise schmiedete man bei der EnBW voller Hoffnung auf eine schwarz-gelbe Regierung den Plan, Neckarwestheim 1 in die nächste Legislaturperiode zu retten.

Wie das möglich ist? Zum Beispiel, indem man in seinem Atomkraftwerk knapp zwei Jahre lang auf Sparflamme kocht und nachts oder an Wochenenden einfach mal die Leistung drosselt. Da der Atomausstieg für jedes Kraftwerk eine Restenergiemenge vorsieht, konnte die EnBW mit diesem Trick genug Strom auf die hohe Kante legen, um den Betrieb künstlich bis 2010 verlängern.

Die Aufforderung an Merkel, Seehofer und Westerwelle, am Atomausstieg festzuhalten, haben schon fast 100.000 Menschen unterzeichnet. Unterschreibt auch ihr!

Mehr Informationen über die Machenschaften der EnBW findet ihr bei Greenpeace und auf SpOnline

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