Samstag, 19. September 2009

Vattenfall eröffnet die Öko-Schlacht.


Uschi macht´s billiger: Außer einem niedrigen Preis hat Vattenfall nicht viel zu bieten

Normalerweise sind dafür andere zuständig: Vattenfall überklebt seine eigenen Plakate für den Stromtarif „Hamburg Natur“! Was ist geschehen? Am 7. September ging der örtliche Stromversorger „Hamburg Energie“ ans Netz – als Tochtergesellschaft der Hamburger Wasserwerke „Hamburg Wasser“, da Kohle von Beust die HEW ja 2001 an Vatenfall verkauft hat.

Mit zwei Tarifen buhlt das Hamburger Unternehmen um Ökostrom-Interessenten und Vattenfall-Kunden:
1. „Tor zur Welt“. Hier gibt es international eingekauften Ökostrom auf dem Preisniveau des Grundversorgers (Vatenfall). Preis pro kWh: 19 Cent
2. „Horizont“. Dieser Strom wird angeblich in der Region erzeugt, ein Teil davon ab 2010 in zwei unternehmenseigenen Windenergieanlagen. Preis pro kWh: 21,6 Cent

Umweltsenatorin und Mitinitiatorin Anja Hajduk sinniert:
Je mehr Kunden sich dem neuen Unternehmen anschließen, desto mehr wird in den Aufbau neuer nachhaltiger Erzeugungsanlagen investiert. Diese Verknüpfung ist bundesweit bisher beispiellos.
(Quelle: ndr.de)
Nur: Greenpeace Energy betreibt dieses Geschäftsmodell seit zehn Jahren. Und produziert mit unternehmenseigenen Photovoltaikanlagen und Windparks in Deutschland ca. 40.000 kW Ökostrom. Das weiß Anja Hajduk. Aber irgendwie muss sie ihre schmutzige Weste ja wieder reinwaschen.

Wenig verwunderlich, dass Vattenfall jetzt versucht, die Schlacht um den Ökostrommarkt Hamburg über den Preis zu gewinnen. Schließlich verdient der Konzern Milliarden mit seinem Atom- und Kohlestrom und könnte zur Not auch draufzahlen, um „Hamburg Wasser“ das Wasser abzudrehen. Wirklich günstigen Ökostrom wird es auf Dauer nur dann geben, wenn Unternehmen wie Vattenfall komplett auf die Förderung erneuerbarer Energien fokussieren. Also nie.

Mehr zum Thema: Vattenfalls Ökostrom eine Mogelpackung?

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