Donnerstag, 24. September 2009

So wählt ihr Ökostrom.

Zu einem echten Ökostromanbieter zu wechseln ist nicht nur löblich, sondern auch einfach – Horrorszenarien wie beim Wechsel des Telefonanbieters stehen euch nicht bevor. Alles, was ihr braucht, ist eine alte Stromrechnung. Denn dort findet ihr die für den Wechsel nötigten Informationen:

1. Eure Stromzählernummer
2. Euren derzeitigen Stromversorger
3. Eure Kundennummer
4. Euren letzten Jahresstromverbrauch oder euren monatlichen Abschlag

Bei vielen Anbietern ist der Vertragsabschluss auch online möglich. Nach Abschluss regelt euer neuer Energieversorger alles Weitere für euch, ihr braucht euch um nichts zu kümmern.

Aber welcher Anbieter ist der richtige? Folgende vier deutschlandweiten Stromversorger werden auf www.atomausstieg-selber-machen.de empfohlen:


6,90 € monatl. Grundgebühr, 26,75 Cent/kWh (0,5 Cent für Neuanlagen). 
6,90 € monatl. Grundgebühr, 27,35 Cent/kWh (1,0 Cent für Neuanlagen).
6,90 € monatl. Grundgebühr, 28,54 Cent/kWh (2,0 Cent für Neuanlagen).

Die Elektrizitätswerke Schönau wurden 1991 von Bürgern gegründet, um das örtliche Stromnetz von einem Atomkraftwerksbetreiber freizukaufen.

Je nach gewähltem Tarif gehen pro verbrauchter Kilowattstunde bis zu 2 Cent in den Ausbau erneuerbarer Energien. So entstanden bislang 1.200 Solarenergie-, Kraft-Wärme-Kopplungs-, Wasserkraft- und Biogasanlagen in ganz Deutschland.

Interessant: Die EWS beliefern auch Nachtspeicherkunden mit Ökostrom!



8,90 € monatliche Grundgebühr, 27,65 Cent/kWh.

Die Greenpeace Energy eG ist eine 1999 gegründete Genossenschaft und gehört ausschließlich ihren 17.000 Mitgliedern. Ein Anteil kostet einmalig 55 Euro. Stromkunden steht es natürlich frei, ob sie Anteile erwerben möchten.

Ziel der Greenpeace Energy eG ist eine Stromversorgung komplett aus eigener Hand. Dafür investierte die Genossenschaft über ihre Tochterfirma Planet energy GmbH alleine im Geschäftsjahr 2009 stolze 35 Millionen Euro in zwei Windparks und eine große Photovoltaikanlage in Deutschland.

Die Kundenzeitschrift ist übrigens auf einer Art Butterbrotpapier gedruckt und zerfällt bei Berührung zu Staub (meine Freundin und ich sind seit über einem Jahr zufriedene Kunden).



8,95 € monatliche Grundgebühr, 26,76 Cent/kWh.

Das zu 100 % private Unternehmen LichtBlick wurde 1998 gegründet. Kritiker bemängeln, anders als die Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace Energy und Naturstrom investiere LichtBlick keinen fixen Betrag in den Ausbau erneuerbarer Energien. Auf „freiwilliger Basis“ engagierte sich LichtBlick nach eigenen Angaben bislang mit 70 Millionen Euro. Ich finde, da kann man nicht meckern.



7,95 € monatl. Grundgebühr, 26,95 Cent/kWh (1,25 1 Cent für Neuanlagen).

Der erste unabhängige deutsche Ökostromanbieter wurde 1998 von Privatpersonen aus den großen Umweltverbänden gegründet.


Von jeder verbrauchten Kilowattstunde investiert die Naturstrom AG 1,25 Cent direkt in den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. So wurden bereits über 130 neue Erzeugungsanlagen für Strom aus Solarenergie, Biogas, Wind- und Wasserkraft gefördert.

[update:] Alle Angaben sind ohne Gewähr. Stand der Preise: März 2014.

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