Montag, 10. August 2009

Die CDU zeigt Größe.

Dank der CDU wird Moorburg doppelt so groß wie ursprünglich von Vattenfall geplant (Bild: de.wikipedia.org)

Der Neubau in Moorburg soll das Kraftwerk Wedel ersetzen, dessen Leistung bei ca. 400 MW liegt. Warum also baut Vattenfall eine Doppelblockanlage mit ca. 1.640 MW, einer Energiemenge, die - laut einem Umweltbericht der HEW von 2004/2005 - den Bedarf Hamburgs und der Region bei weitem übersteigt?
(Quellen: rettet-die-elbe.de, Umweltbericht der HEW
)


Eine Antwort auf diese Frage weiß vielleicht Herlind Gundelach (CDU), ehemalige Staatsrätin der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Denn sie war es, die Vattenfall Anfang 2005 den Bau eines Zwei-Block-Kraftwerks vorschlug und das Unternehmen letzten Endes überzeugte (Quellen: abendblatt.de, Klageschrift „Vattenfall vs. Germany“)

Und was tun wir in Hamburg mit Politikern, die uns überdimensionierte Kraftwerke vor die Haustür stellen? Wir befördern sie. Seit Mai 2008 ist Herlind Gundelach Senatorin der Behörde für Wissenschaft und Forschung.

Warum sie sich für eine größere Anlage eingesetzt hat, bleibt ihr Geheimnis. Der einzige Hinweis, den ich finden konnte, enstammt einem Schreiben des Förderkreises Rettet die Elbe e.V.:

Auch Umweltstaatsrätin Herlind Gundelach bestätigte, es habe im Vorfeld „freundschaftliche Gespräche“ über die Planungen gegeben. Es sei richtig, dass der Senat die Pläne für das größere Kraftwerk unterstützt habe. „Wir haben schon damals gesagt, dass wir die Fernwärmeversorgung in Hamburg ausbauen wollen.“
(Quelle: rettet-die-elbe.de)
Leider nennt Frau Gundelach in ihren Kontaktdaten keine E-Mail Adresse. Wer nachfragen möchte, was diese kryptische Formulierung bedeuten soll, kontaktiert sie am besten auf dem Wege, der ihrem Umgang mit unseren Ressourcen am ehesten Rechnung trägt: per Fax (040 42863–3722).

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