Sonntag, 19. Mai 2013

Beet-Club Altona – Bericht vom Beet.

Mit blauen Gartengeräten, gefährlichem Halbwissen, erschreckender Spontaneität und gemischten Kaltgetränken sind wir am Dienstag erfolgreich in die Parksaison gestartet. Bereits nach einem halben Schluck Bier schlossen wir den tollkühnen Plan, die oberen Etagen unseres Hochbeetes von Stauden zu räumen, um den Raum für Nutzpflanzen zu nutzen.

Nun tummeln sich dort Erdbeeren, Radieschen, Rote Rüben, verschiedene Kräuter, Kartoffeln und Rucola, ein Geschenk vom Gartendeck St. Pauli. Im kleinen Nachbarbeet – letztes Jahr Schauplatz tausendfachen Tomatentods – recken sich die ersten Stangenbohnen aus der Erde. Wenn wir denen kein adäquates Rankgerüst errichten, droht erneutes Ungemach.

Ihr seht, beim Beet-Club Altona gibt es immer genug zu tun. Erdallergie, Pflanzenphobie, drei linke Hände? Alles kein Problem. Wer mit Rat, Tat oder einfach nur mit wohlwollender Präsenz zu uns stoßen möchte, ist herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf euren Besuch – immer dienstags ab 20:00 Uhr am Hochbeet in der Suttnerstraße / Ecke Holstenstraße!

> zur Wegbeschreibung bei niriu.com

Zweierlei Erdbeeren

Ein Grund zum Rotwerden
Rote Beete Beet
Stangenbohne im Halbschlaf
Ein Schmaus für Auge und Biene: Vergissmeinnicht

Montag, 6. Mai 2013

Der Beet-Club Altona startet in die Parksaison.

Vierhundert Liter Blumenerde und ein Dutzend nagelneue Gartengeräte warteten auf ihren Einsatz. Vorgezogene Radieschen und Rote Rüben hatten eine erquickliche Größe erreicht. Am Samstag gab es dann kein Halten mehr: Eine Delegation des Beet-Club Altona stürmte ungestüm gen Hochbeet im Suttnerpark!

Gießen, Umgraben, Auffüllen, Einpflanzen, Ausgraben, Aussähen, Kreatives Chaos. Am Ende hatte jede Pflanze an mindestens drei Stellen im Beet ihre temporäre Heimat gefunden. Dem Spaß am Gärtnern war das kaum weniger abträglich als dem ansehnlichen Ergebnis. Doch es gibt noch viel mehr zu tun. Packen wir’s an?

Treff am Beet mit dem Beet-Club Altona:
  • Gärtnern, Grillen, ins Gespräch kommen
  • ab dem 14. Mai 2013
  • immer dienstags ab 20:00 Uhr 
  • beim Hochbeet im Bertha-von-Suttner-Park
  • Suttnerstraße / Ecke Holstenplatz
  • ca. 3 Minuten Fußweg von der S-Bahn Holstenstraße
Reisegruppe Suttnerpark

Reif fürs Gemüse

Zurück zu den Wurzeln

Abbildung ähnlich

Zwischennutzung

Dienstag, 19. März 2013

Interview: Ruth und Timo wechseln zu Naturstrom.


Hamburg räumt auf: Die Suttnerblog Ökostrom-Offensive

Viele meiner Freunde haben sich bereits für Ökostrom entschieden, laufend werden es mehr. Was ihnen bei der Wahl des Anbieters wichtig war, welche Erfahrungen sie beim Wechsel gemacht haben und wie es sich mit Ökostrom lebt, erzählen sie hier auf dem Suttnerblog in kleinen Interviews.

Vorname: Ruth / Timo
Alter: 29 / 30
Beruf: Marketing / Werbung
Stromanbieter alt: Energy2day
Stromanbieter neu: Naturstrom
Wechsel: Januar 2013 

Hallo ihr beiden! Seit ihr in Hamburg wohnt, bezieht ihr Ökostrom bis Ende 2012 von Energy2day. Nun habt ihr zu Naturstrom gewechselt. Was war der Grund dafür? 

(Timo:) Nach unserem Umzug in den Norden war es uns wichtig, einen Stromanbieter zu wählen, der Ökostrom liefert. Dabei waren wir uns der Komplexität des Themas nicht bewusst.

(Ruth:) Wir hatten uns für Energy2day entschieden, da es dort einen 100 % Ökostrom-Tarif gab, der zudem kostengünstig war. Leider bietet Energy2day auch Tarife an, die Energie aus Atomkraft liefern. Zudem findet keine Förderung regenerativer Energien statt. Hier gibt es massive Unterschiede zwischen den Anbietern. Das war uns damals nicht bewusst. Und mittlerweile mussten wir feststellen, dass Energy2day nicht unseren Vorstellungen von einem seriösen Ökostromversorger entspricht. 

Dass Ökostrom nicht gleich Ökostrom ist, macht die Wahl des Stromanbieters nicht gerade leichter. Was sollten Interessenten eurer Meinung nach beachten? 

(Ruth:) Interessenten sollten darauf achten, dass der Stromanbieter ausschließlich Ökostrom anbietet, unabhängig von Atom- und Kohlestromkonzernen ist und in den Ausbau von regenerativen Energien investiert. Bei Naturstrom fließt beispielsweise für jede Kilowattstunde, die wir bezahlen, ein Cent in neue Erzeugungsanlagen in Deutschland. Außerdem rate ich von Tarifen mit sogenannten Bonuszahlungen ab. Die wirken vermeintlich günstiger, sind aber oft mit längerer Vertragsbindung verbunden, dabei ist eine Preisgarantie meist nur für kurze Zeit gegeben. 

Während ihr bei Naturstrom jederzeit kündigen könnt, betrug eure Vertragsbindung bei Energy2day stolze zwei Jahre. Wie habt ihr es geschafft, vor Ende der Mindestlaufzeit zu Naturstrom zu wechseln? 

(Ruth:) Da Energy2day zum Jahreswechsel 2012/2013 die Preise erhöht hatte, konnten wir von unserem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Ich empfehle jedem, die AGB von seinem Anbieter aufmerksam zu lesen. Meist findet man einen Weg, um doch schneller aus dem Vertrag rauszukommen. 

Normalerweise ist der Wechsel kinderleicht: Es genügt, sich beim Stromversorger seiner Wahl anzumelden. Die Kündigung des alten Vertrags übernimmt der neue Anbieter. Was gilt es zu beachten, wenn man von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch macht, wird der Wechsel dadurch sehr aufwendig? 

(Ruth:) Nein überhaupt nicht. Da ich mir nicht sicher war, ob eine Anmeldung beim neuen Anbieter ausreicht, habe ich zusätzlich eine kurze formlose Kündigung an Energy2day geschrieben mit Bezug auf mein Sonderkündigungsrecht. Der Wechsel hat problemlos funktioniert. 

Strom ist nichts, mit dem man sich tagtäglich auseinandersetzt. Hat sich bei euch durch den Wechsel etwas verändert, achtet ihr beispielsweise bewusster auf euren Energieverbrauch oder interessiert euch stärker für Energiepolitik? 

(Timo:) Wir haben in der Wohnung ein Smarthome-System von RWE installiert, mit dessen Hilfe wir den Betrieb von Heizkörpern und Elektrogeräten an einen Zeitplan koppeln können. So schalten sich viele Geräte, die sonst im Standby-Betrieb unnötig Strom verbrauchen, zu bestimmten Uhrzeiten automatisch ein und aus. Heizkörper müssen nicht die ganze Nacht hindurch heizen, um einen Raum morgens schön warm zu machen. Zeitlich gesteuert fangen einzelne Heizkörper zwei Stunden vor dem Aufstehen an, einen Raum zu heizen, und fahren wieder runter, nachdem wir die Wohnung verlassen haben. Generell achten wir auf unseren Energieverbrauch und sind damit in den letzten Jahren sehr gut gefahren. Eine Nachzahlung war schon lange nicht mehr im Briefkasten. 

Besonders spannend finde ich, dass sich solche Systeme übers Smartphone steuern lassen. Wenn du zum Beispiel nach der Arbeit entscheidest, noch etwas trinken zu gehen, kannst du deine Heizung zuhause von unterwegs runterdrehen. Natürlich gibt es auch Smarthome-Systeme von Anbietern, die Mensch und Umwelt weniger schaden als RWE, beispielsweise das Smart Home von ENTEGA.

Wo wir gerade beim Thema Trends sind... Timo, du arbeitest als Social Media Experte. Wie beurteilst du das Social Media Engagement von Naturstrom, gefällt es dir? 

(Timo:) Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir Naturstrom in Social Media bis dato nicht wissentlich begegnet ist. Der gesamte Sektor Energie wird von den großen Anbietern dominiert, die es sich leisten können, die notwendigen Budgets für kommunikative Tätigkeiten aufzuwenden. Insofern besteht beim Thema Naturstrom in Social Media meiner Meinung nach noch ein großes Potenzial für Verbesserungen. 

Immerhin betreibt Naturstrom eine Facebook-Seite mit etwas über 8.000 Fans. Wenn du als Kunde und Social Media Experte nichts davon wusstest, besteht da wohl wirklich noch Nachholbedarf beim Marketing. Wie dem auch sei – Ruth, Timo – vielen Dank, dass ihr eure Erfahrungen mit anderen teilt und Gratulation zum Wechsel!

Mehr Stromwechsler auf dem Suttnerblog:
Wenn auch ihr euch für Ökostrom interessiert, findet ihr auf dem Suttnerblog einen Preisvergleich empfehlenswerter Ökostromanbieter.

Mittwoch, 13. März 2013

Der Fuchsschwanz, ein Wolf im Schafspelz.

Wer mich ob meiner stadtgärtnerischen Ambitionen mit Fragen zu Floralem behelligt, wird enttäuscht: Mein diesbezügliches Wissen ist oberflächlicher als ein Quadratmeter Rollrasen. Beim Gärtnern Neues zu entdecken, ist mir nichts Neues. Aber gelegentlich weiß Mutter Natur mich mit Erkenntnis regelrecht zu überrumpeln.

Was mir botanischem Ignoranten als namenlose Zierde unserer Wildblumenwiese gegolten hatte, entpuppte sich als eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit, seit Jahrtausenden kultiviert in den Anden und Mittelamerika. Und auch ich hatte sie mir, wenngleich unwissentlich, bereits reingeschaufelt.

Oft adelten die gepoppten Samen des Fuchsschwanzes unter dem Namen Amaranth meine Cerealien mit leichtem Nussgeschmack. Außerdem dienen sie als glutenfreies Pseudogetreide und wertvoller Proteinlieferant für Babynahrung. Der Geschmack der Blätter soll dem des verwandten Mangolds ähneln.

Bei Wikipedia erklingt das Loblied auf den Fuchsschwanz noch viele weitere Strophen; Summa summarum scheint er mir die nützlichste Pflanze überhaupt zu sein. Sogar seine Blütenstände, ihres Zeichens wahre Bienenmagneten, lassen sich kochen und genießen. Ich hielt ihn für eine hübsche Blume.

Wenn eine Pflanze keinen Nutzen hat, bedeutet das meist: Wir kennen ihn nur noch nicht.

Übrigens: Die Erkenntnis, dass in unserem Hochbeet ein Fuchsschwanz blühte, reifte Dank unserer Fotogalerie auf Pinterest, wo mich eine nette Nutzerin in den Kommentaren über den Namen der Pflanze aufklärte.

Bier und Babynahrung, Brot und Bratlinge, Salat und Gemüse

Das Auge isst mit: Gartenfuchsschwanz beim Beet-Club Altona im Suttnerpark (2012)

Montag, 11. März 2013

Frühjahrsputz im Suttnerpark.

[update:] Aufgrund andauernden Winters fällt das u.g. Angärtnern aus.

Am kommenden Samstag wagen wir uns in den Bertha-von-Suttner-Park, um den Status quo unseres Hochbeets zu begutachten und selbiges ein wenig zu entrümpeln. Wer Lust hat, mit uns Eisblumen zu pflücken, ist herzlich eingeladen:
  • Angärtnern mit dem Beet-Club Altona
  • Samstag, 16.03.2013 
  • ab 15:00 Uhr
  • beim Hochbeet im Suttnerpark
  • Gartengeräte vorhanden
  • Interessierte willkommen!
Bei Schneesturm fällt der Termin aus. Aktuelle Informationen findet ihr auf der Suttnerblog Facebook Page

Der Frühling treibt seltsame Blüten
Von der S-Bahn Holstenstraße erreicht ihr unser Hochbeet in drei Minuten

Dienstag, 19. Februar 2013

Interview: Babak wechselt zu Hamburg Energie.


Hamburg beweist Geschmack: Die Suttnerblog Ökostrom-Offensive

Viele meiner Freunde haben sich bereits für Ökostrom entschieden, laufend werden es mehr. Was ihnen bei der Wahl des Anbieters wichtig war, welche Erfahrungen sie beim Wechsel gemacht haben und wie es sich mit Ökostrom lebt, erzählen sie hier auf dem Suttnerblog in kleinen Interviews. 

Vorname: Babak
Alter: 30
Beruf: Entrepreneur
Stromanbieter alt: lekker Strom
Stromanbieter neu: Hamburg Energie
Wechsel: Januar 2013

Hallo Babak. Bis vor kurzem warst du Kunde bei lekker Strom, nun hast du mit Hamburg Energie zu einem reinen Ökostromanbieter gewechselt. Warum?

(Babak:) Weil es solche grünen Evangelisten gibt wie dich! Ich habe das Thema grüne Energie nie wirklich wahrgenommen, obwohl in meinem Bekanntenkreis viel darüber geredet wurde, auch im Zusammenhang mit der Vattenfall-Moorburgtrasse. Du hast immer nachgehakt – ich habe den Wechsel immer verschoben. Das ging fast zwei Jahre so, denke ich... Im November 2012 kam dann ein Brief von lekker Strom mit den Infos zu einer weiteren Tariferhöhung. Da dachte ich mir: Jetzt ist es aber höchste Zeit! Zumindest wollte ich gucken, was mich der Wechsel zu kompromisslosem Ökostrom konkret kostet.

Das ist verständlich, denn vermutlich steckst du jeden Cent, den du übrig hast, in euer Startup. Was ist dir die konsequente Ablehnung von Atom- und Kohlestrom wert, wie hoch sind deine Mehrkosten?

(Babak:) Durch die Preiserhöhungen, die viele Stromanbieter betreffen, sind einige grüne Lieferanten nun günstig. Ich habe mich für einen regionalen Anbieter entschieden: Hamburg Energie. Das ist sogar günstiger als lekker Strom. Also Green und Cheap!

Dass du den Wechsel so lange vor dir hergeschoben hast, liegt auch daran, dass du als Mitgründer von niriu.com keine Wochenenden kennst. Hand aufs Herz, wie lange dauert der Wechsel zu Ökostrom?

(Babak:) Zuerst habe ich mir eine halbe Stunde Zeit genommen, um meine Rechnungen mit anderen Angeboten online zu vergleichen. Dann brauchte ich eine Viertelstunde, um mich bei Hamburg Energie anzumelden. Das ging also richtig schnell!

Das Internet ist fester Bestandteil deines Alltags, allein schon wegen eures Startups, der Nachbarschaftsplattform niriu. Wie schätzt du die Website von Hamburg Energie ein, was könnte man verbessern?

(Babak:) Ich fand ihre Website sehr klar und einfach zu bedienen. Während meiner Recherche bin ich auch auf Webseiten von anderen Lieferanten gestoßen mit viel zu vielen Informationen. Viele Leute haben wenig Zeit und Interesse, sich lange Texte durchzulesen. Ich fand es außerdem top, dass sie die Kündigung bei meinem alten Stromversorger für mich übernehmen. Und meine Bedenken, dass ich in der Übergangsphase ohne Strom dastehe, waren zum Glück unbegründet.

Dass der neue Stromversorger sich um alle Formalitäten kümmert, ist sogar Standard. Und da eine lückenlose Stromversorgung in Deutschland gesetzlich garantiert ist, birgt der Übergang von einem Versorger zum nächsten keinerlei Risiko. Babak, ich freue mich, dass es jetzt geklappt hat mit dem Wechsel. Und vielen Dank für deine Zeit! 

Mehr Stromwechsler auf dem Suttnerblog:

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Ganz schön anziehend: Der Freundeskreis Suttnerpark.

Für die jüngste Entwicklung beim Freundeskreis Suttnerpark
Spring / Summer 2013: der Trend geht zum offensiven Gärtnern
Ho, ho, ho: Pünktlich zur Weihnachtszeit schmeißt der Freundeskreis Suttnerpark seine Marketing-Maschinerie an! Habt ihr Lust auf den freshen Style aus Altona Nord? Trag euch nicht länger mit dem Gedanken. Tragt Freundeskreis Suttnerpark. So einfach geht es:
  1. Ihr verleiht eurem Wunsch Ausdruck. Vorzugsweise über das Kontaktformular hier auf dem Blog oder via Facebook.
  2. Ich freue mich und erfreue euch mit dem Freundeskreis Suttnerpark Logo im EPS-Format für mustergültigen Flexdruck.
  3. Ihr kramt in den Tiefen eures Kleiderschranks nach einem adäquaten Textil oder kauft eines. Aber bitte nicht bei KiK und Konsorten.
  4. Ihr latscht mit der zu verzierenden Klamotte, der Datei und einem Zehner zur nächsten Textildruckerei.
  5. Ihr verlasst den Laden modischer, als ihr ihn betreten habt. Oder mit einem 1A-Geschenk für Freunde und Familie.
An dieser Stelle noch mal vielen Dank an meinen illustren Illustrator Mark, der das Logo ersonnen und entworfen hat. Eine runde Sache!

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Das Hochbeet im Suttnerpark und seine Ableger.

Beet Avantgarde: Der Beet-Club Altona im Suttnerpark
Aus dem Widerstand gegen die Vattenfall-Trasse ist im Mai 2012 der Beet-Club Altona entstanden: Mit einem Hochbeet im Suttnerpark hat sich die erweiterte Nachbarschaft dem Atom- und Kohlestromkonzern in den Weg gepflanzt. Vattenfall ist gewichen. Das Hochbeet ist geblieben. Und seine praktische Bauweise aus Drahtkörben und Kokosmatten hat schnell andernorts Wurzeln geschlagen. Hier einige Impressionen:

Berlin. Ein Beet schafft Nachbarschaft.
Im Juli keimte die Lust am Gärtnern mit Gabionen in Berlin, und zwar bei der Wohnungsbaugenossenschaft „Berolina. Unter der wissenschaftlichen Ägide des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung und der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin entstand ein Nachbarschaftsbeet. Wie bei uns in Hamburg zeigte sich schnell: Gemeinsames Gärtnern ist keine Frage der Generation – und neben Pflanzen wachsen dabei Freundschaften! 

> Hier findet ihr Berichte und Fotos vom Nachbarschaftsgarten der Berolina

Noch mangelt es dem Beet an Höhe (Foto: ZALF)
Der passende Rahmen ist schnell gefunden (Foto: ZALF)
Verkleidung aus Kokosmatten, Grund aus Grassoden und Pflanzenresten (Foto: ZALF)
Gärtnern auf hohem Niveau (Foto: ZALF)
Umzugshelfer für Kräuter, Blumen und Gemüse (Foto: ZALF)
Herausragende Erdbeeren (Foto: ZALF)
Ein gerader Rücken kann auch entzücken (Foto: ZALF)
Das muss begossen werden! (Foto: ZALF)

Hamburg. Beete für Kinder ohne Garten. 
Dass Obst und Gemüse nicht eingeschweißt bei ALDI wachsen, sollten Kinder so früh wie möglich lernen. Beim Projekt „Gärtnern ohne Garten in der Kita“ erhielten darum zehn Hamburger Kitas Material für den Anbau von Nutzpflanzen auf knappem Raum. Auch hier stand unser Hochbeet Pate. Folgende Fotos zeige ich mit freundlicher Genehmigung des Kinderladens Maimouna, der als Anlieger der Holstenstraße, genau wie unser Beet-Club Altona im Suttnerpark, direkt von der Vattenfall-Trasse betroffen gewesen wäre.

> Hier erfahrt ihr mehr über das Gärtnern beim Maimouna e.V. (PDF)

Ausgezeichnet: im Oktober wurde der neue Kita-Garten prämiert (Foto: Maimouna)
Da haben wir den Salat! (Foto: Maimouna)
Junges Gemüse bei der Ernte (Foto: Maimouna)
Kleine Experten in Sachen Wachstum (Foto: Maimouna)

Dienstag, 27. November 2012

Interview: Marion wechselt zu Naturstrom.


Hamburg wird sauberer: Die Suttnerblog Ökostrom-Offensive

Viele meiner Freunde haben sich bereits für Ökostrom entschieden, laufend werden es mehr. Was ihnen bei der Wahl des Anbieters wichtig war, welche Erfahrungen sie beim Wechsel gemacht haben und wie es sich mit Ökostrom lebt, erzählen sie hier auf dem Suttnerblog in kleinen Interviews

Vorname: Marion
Alter: 28
Beruf: Strategic Planner
Stromanbieter alt: Vattenfall
Stromanbieter neu: Naturstrom
Wechsel: März 2011

Hallo Marion! Du beziehst nun schon seit längerem Ökostrom. Was hat dich dazu bewogen?

Marion: Nach der Katastrophe in Japan war für mich klar, dass jeder einzelne von uns ein Zeichen setzen muss, damit wir auf lange Sicht ohne Atomkraftwerke auskommen. Und nach einiger Recherche habe ich mit Naturstrom einen Anbieter gefunden, der wirklich grünen Strom produziert, aber kaum teurer ist als die Grundversorgung von Vattenfall. Damit war klar, dass ich das machen muss – und es kein Luxus ist, wie ich vorher immer gedacht hatte.

Das war 2011. Aktuell ist Naturstrom sogar deutlich günstiger als die Grundversorgung von Vattenfall. Viele Menschen sind bei Ökostrom trotzdem skeptisch, weil sie fürchten, für eine Mogelpackung zu bezahlen. Warum kannst du Naturstrom empfehlen? 

Marion: Auf der Website von Naturstrom wird sehr gut aufgeschlüsselt, aus welchen Quellen der Strom stammt. Außerdem wirbt Naturstrom mit verschiedenen Testsiegeln und Empfehlungen, zum Beispiel vom BUND. Deswegen bin ich mir ziemlich sicher, dass das wirklich Ökostrom ist, für den ich da bezahle.

Die Nennung der Erzeugungsanlagen auf der eigenen Website ist dafür jedenfalls ein sehr gutes Zeichen. Außerdem wird Naturstrom als einer von vier Anbietern vom unabhängigen Bündnis Atomausstieg selber machen empfohlen. Nachdem deine Wahl auf Naturstrom gefallen war, wie aufwändig gestaltete sich der Wechsel?

Marion: Der Wechsel war ziemlich unkompliziert. Wenn ich mich recht erinnere, musste ich einfach nur in einem Formular auf der Website Zählernummer und -stand eintragen, die üblichen Daten wie Adresse und Bankverbindung angeben und bekam kurze Zeit später Post mit den Vertragsunterlagen. Also alles ziemlich easy, nachdem man sich einmal für den Anbieter entschieden hat.

Hast du seit dem Wechsel eine andere Beziehung zu deinem Energieversorger, informierst du dich zum Beispiel über Neuigkeiten im Kundenmagazin oder bei Facebook? 

Marion: Nein, nicht wirklich. Obwohl Naturstrom sehr darauf bedacht ist, seine Kunden mit Informationen zu Nachhaltigkeitsthemen zu versorgen. Ich habe beispielsweise schon ein Zertifikat dafür bekommen, dass ich jetzt Naturstrom nutze. Und außerdem gibt es ein- bis zweimal im Jahr ein Kundenmagazin. Das finde ich wirklich gut, denn von mir aus würde ich eher nicht mit meinem Stromversorger in Kontakt treten.

In vielen Medien wird die Energiewende maßgeblich für die steigenden Strompreise verantwortlich gemacht. Wie beurteilst du als Ökostrom-Kundin diese Debatte?

Marion: Ich finde, dass solche Diskussionen heute eigentlich viel zu komplex sind, um sie von allen Seiten zu beleuchten und zu der einzig gültigen Wahrheit zu kommen. Ich kann nachvollziehen, dass die Umrüstung viel Geld kostet, allerdings sollten die Verantwortlichen auch darüber nachdenken, dass wir damit sowohl Versäumnisse der Vergangenheit abzahlen müssen, als auch für die Zukunft vorsorgen. Meiner Meinung nach ist es dumm, die Energiewende wegen der nötigen Investitionskosten zu stoppen – das wird für die Menschheit auf lange Sicht deutlich teurer. Und ich glaube und hoffe, dass viele meiner Mitmenschen ähnlich denken. Geld ist nicht alles und so lange wir uns teure Klamotten, Autos, Urlaube oder was auch immer leisten können, sollte der Ökostrom das letzte sein, an dem wir sparen.

Marion, vielen Dank für das Interview und Glückwunsch, dass du Vattenfall den Stecker gezogen hast!

Mehr Stromwechsler auf dem Suttnerblog:

Montag, 26. November 2012

Ökostrom Preisübersicht 2013.

[Update Mai 2013:] Inzwischen haben einige Anbieter ihre Preise angepasst. 

Die steigenden Strompreise sind ein guter Grund, zu Ökostrom zu wechseln: Ab 2013 wird der Vattenfall Basis-Tarif von mehreren empfehlenswerten Ökostromanbietern unterboten; wer bei Atom- und Kohlestrom bleibt, zahlt unter Umständen drauf! Doch auch wer bereits Ökostrom bezieht, kann einen Wechsel in Erwägung ziehen. Denn bei den Ökostromversorgern hat sich einiges getan. Zum Beispiel wurde Greenpeace Energy von LichtBlick als teuerstem Anbieter überholt. Die EWS hingegen schneiden, im Vergleich zum Wettbewerb, deutlich günstiger ab als 2012. Warum also nicht mal den Ökostromanbieter wechseln? Der Aufwand ist gering und die jährliche Ersparnis liegt leicht bei 50 Euro oder mehr.

Im Folgenden findet ihr einen Preisvergleich zwischen der Vattenfall Grundversorgung in Hamburg und empfehlenswerten Ökostromanbietern (ohne Aktionsangebote).


Grundgebühr/MonatCent/kWhPreisgarantie bis
Vattenfall (Basis)*6,10 €27,39---
EWS6,90 €26,7531.12.2013
Greenpeace Energy8,90 €27,6531.12.2013
Hamburg Energie*6,00 €25,60 31.12.2013
LichtBlick8,95 €27,4831.12.2013
Naturstrom7,95 €25,7531.12.2013
NaturWatt*
VerbrauchsabhängigVerbrauchsabhängig12 Monate ab Lieferbeginn

Wenn ihr euren Stromverbrauch nicht kennt, hier eine Orientierungshilfe:

2.000 kWh/Jahr
(1 Person**)
3.500 kWh/Jahr
(2 Personen**)
5.000 kWh/Jahr
(4 Personen**)
Vattenfall (Basis)*621,00 €1032,00 €1.443,00 €
EWS617,80 €1.019,05 €1.420,30 €
Greenpeace Energy659,80 €1.074,55 €1.489,30 €
Hamburg Energie*584,00 €968,00 €1.352,00 €
LichtBlick657,00 €1.069,20 €1.481,40 €
Naturstrom610,40 €996,65 €1.382,90 €
NaturWatt*589,00 €979,00 €1.368,00 €
*Preisregion Hamburg
**ungefähre Richtwerte laut de.wikipedia.org

Was verstehe ich unter einem empfehlenswerten Anbieter von Ökostrom?
  1. Unabhängigkeit von Atom- und Kohlestromkonzernen wie Vattenfall, RWE, E.ON und EnBW
  2. Strom aus mindestens 50 % erneuerbaren Quellen und maximal 50 % Kraftwärmekopplung
  3. Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland
Kurzportraits von EWS, Greenpeace Energy, LichtBlick und Naturstrom findet ihr hier. Mehr über NaturWatt erfahrt ihr in meinem Interview.

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Stand der Preisübersicht: Mai 2013.